24.12.2014: Frohe Weihnachten allen Imker, Imkerinnen, Mitlesern, Websitebesuchern, Honigfreunden und Honigfreundinnen, Echte-Bienenwachskerzen-Fans und Naturfreunden, denen das Erreichte nicht genug und die Ziele nicht zu groß sind

21.12.2014: Heute wurde mir eine kuriose Geschichte zugetragen, die in Zeiten wachsender Imkerzahlen in Berlin auch bei diesen die Alarmglocken läuten lassen sollten - ein Berliner Amtstierarzt zwingt einer Bürgerin auf, ihren alten Hund einschläfern zu lassen und glaubt dann nicht mal dessen natürliches Ableben...und läßt daher mit polizeilicher Unterstützung deren Wohnung aufbrechen und durchsuchen! Das ist doch mehr als nur eine "Amtsstubenposse" - nachzulesen unter

http://www.tagesspiegel.de/berlin/berlin-pankow-amtstierarzt-will-einen-hund-einschlaefern-lassen-der-laengst-tot-ist/11146546.html

15.12.2014: Bei heute sonnigen 3 Grad war das nun die optimale Gelegenheit für die Winterbehandlung. Alle Völker wurden der Träufelbehandlung mit Oxalsäure unterzogen. Die Völker sitzen auf 4 bis 7 Wabengassen und wieder machen die Brandenburger Völker einen stärkeren Eindruck.

Rauchendes Imkermännchen - Bild: Melanie von Orlow
Rauchendes Imkermännchen - Bild: Melanie von Orlow
starkes Bienenvolk zur Winterbehandlung - Bild: Melanie von Orlow
starkes Bienenvolk zur Winterbehandlung - Bild: Melanie von Orlow

13.12.2014: Der Käfer macht munter weiter und die Italiener haben ihre Website überarbeitet - nun sind die aktuellen Informationen unter http://www.izsvenezie.it/aethina-tumida-in-italia-2014/ zu finden. Leider keine guten...am 10.12. der letzte Fund...

6.12.2014: Einen schönen Nikolaus wünsche ich! Zum diesjährigen "Wichteln"gab es ein besonders schönes Geschenk...sehr passend als Räuchermännchen:

4.12.2014: Beim heutigen Keksebacken die  Erinnerung an die anstehende Winterbehandlung - dank Stockwaage kann man die Behandlung auf kurz vor Weihnachten; also drei Wochen nach dem ersten Frost, ansetzen.

13.11.2014: Die Verbreitung des Kleinen Beutenkäfers in Italien kann nunmehr getrost als "außer Kontrolle" betrachtet werden. Inzwischen wurde der erste Fund in Siracusa/Sizilien gemeldet - der dortige Fall ist vermutlich auf ein Einwandern in das originale Befallsgebiet im Sommer 2014 zurueck zu fuehren! Da die Imker, deren Völker vernichtet wurden, bisher keinerlei Kompensation/Ausgleich für den Schaden erhalten, ist anzunehmen dass die "Geheimhaltung" von Ständen und weiteren "Käfernestern" sehr groß ist.
Das Gebiet ist leider auch seit Jahren als Überwinterungsquartier für Bienenvölker aus dem kalten Norden aber auch als Quelle vieler Kunstschwärme, die ab April auch hier in Deutschland angeboten werden, bekannt. Leider kann wohl lt. EU-Recht kein Verbringungs- oder Importverbot ausgesprochen werden da Italien "adäquate" Bekämpfungsmaßnahmen durchführt.

Daher kann nur ausdrücklich davon abgeraten werden, Kunstschwärme/Völker aus Sizilien/Süditalien zu erwerben selbst wenn einen die Winterverluste hart erwischt haben und einem "garantiert" gesunde Völker "mit Gesundheitszeugnis" angeboten werden!
Helfen Sie dem Käfer nicht beim Sprung über die Alpen!

30.10.2014: Verbrauchertäuschung im Supermarkt! Unfassbar aber wahr und in einem Berliner Supermarkt abgelichtet.

Kein Honig, sondern Verbrauchertäuschung!
Kein Honig, sondern Verbrauchertäuschung!

Dieses Produkt besteht aus einem Stück Wabenhonig, der in einem Glucose-Fructose-Sirup schwimmt. So ein Produkt darf nicht als "Honig" verkauft werden, sondern allenfalls als "Sirup-Honig-Gemisch" oder "Sirup mit Honig"...der Abfüller hat sich auch in möglichst kleiner Schrift daran gehalten aber dass der Laden nun falsch auszeichnet ist wirklich ein Hammer. Solche gestreckten Pampen sind in anderen Ländern, insbesondere in China, die Regel aber hier das Zeug nun auch direkt neben dem Honig zu platzieren und dann für diesen hohen Preis anzubieten, ist wirklich der Hammer!

28.10.2014: Der Präsident des Deutschen Imkerbunds DIB sorgt mit seinen sorgenvollen Kommentaren zur Stadtimkerei für viel Fuore und leider auch Verbreitung in den Medien (z.B. unter http://www.welt.de/wissenschaft/article133691712/Warum-Bienen-Profis-Hobby-Imker-kritisch-sehen.html). Da sehen viele Anfänger natürlich "Pfründe-sichern" anstatt Unterstützung durch den DIB.

Meine Meinung:
Irritierend an dem Artikel ist dass der DIB-Präsident nicht mal die aktuellen Zahlen seines Verbandes zu kennen scheint.
Gerade erst hat Benedikt Polaczek, der Vorsitzende des LV Berlin, auf dem Imkertag verkündet dass es nun an die 1000 Mitglieder mit 5000 Völker gebe und das nur bei den DIB-Imkern...faktisch darf man die Zahl vermutlich noch mal ordentlich nach oben korrigieren da viele ImkerInnen nicht DIB-organisiert sind.
Eine Verdoppelung der Zahlen in den letzten 7 Jahren! Damit wird nun hoffentlich bald auch genug Masse da sein um dem DIB LV Berlin endlich mal eine professionelle Mitgliederverwaltung mit eigener Geschäftsstelle ermöglichen denn ehrenamtlich und nebenbei ist das nicht mehr zu stemmen!

Grundsätzlich stimmt der Tenor, dass die Imkerei auf der Fläche gebraucht wird und nicht gebündelt in der Stadt und dass dies auch ein Mehr an Herausforderungen wie Krankheitsverbreitung und Schwarmfang bedeutet...ob man diesen Trend aber nun mit solchen Interviews fördert, mag in Frage gestellt werden.
Ich würde mir vom DIB wünschen, dass er - statt nun in der Stadt "drauf zu hauen" - mal ein Programm für die Förderung der Imkerei auf dem Land ins Leben ruft.
"Deutsch(es) Land summt" statt "XXXstadt summt" - den Imkern dort Absatzmöglichkeiten für den Honig erschließen, den Kontakt zwischen Landwirten und Imkern fördern...das wäre konstruktiver als Anfänger und Interessenten zu verprellen und noch eher in die Ecke der "Exoten" zu drängen!

11.10.2014: Der kleine Beutenkäfer zieht immer größere Kreise. Ständig kommen neue Meldungen hinzu so daß man vermuten muss, dass der Käfers bereits 2013 in dem Gebiet unterwegs war - schlechte Nachrichten für viele Imker, die dort ihre Völker überwinterten oder die Völker aus dem Gebiet erworben haben. Die italienischen Behörden sind aber fleissig und die vielen grünen Punkte auf der Karte (= kein Befall) lassen hoffen (siehe auch: http://www.izsvenezie.it/images/stories/Pdf/apicoltura/aethina-tumida/2014-10-10/20141010_Zoom20km_ITA.pdf).
Wer sich auf dem Laufenden halten will kann unter http://www.izsvenezie.it/index.php?option=com_content&view=article&id=1729:aethina-tumida-situazione-epidemiologica&catid=59&Itemid=373 regelmäßig aktualisierte Karten und Tabellen mit den Befallszahlen finden (auf italienisch).

Darüber vergisst man ja fast die eigenen Völker. Hier werden mir auch von vielen Imkern unschöne Berichte zugetragen - kleine Völker, die jetzt noch vereinigt werden, frühe Brutfreiheit und immer wieder verkrüppelte Bienen in den Völkern. Trotz aller Vorsicht vieler Imker scheinen sich die Unkereien der Bieneninstitute vom Frühjahr zu bestätigen - die Verluste werden hoch sein heuer! Und das noch ganz ohne Käfer!

1.10.2014: Eine sehr gute, aktuelle Dokumentation zum Thema Bienensterben des SWR ist online zu sehen - sei jedem Imker, Honigesser und Naturfreund empfohlen: http://pd-ondemand.swr.de/swr-fernsehen/betrifft/20140924-2015.l.mp4

30.9.2014: Inzwischen drei Fundorte des kleinen Beutenkaefers in Italien. Sehr unfein und sicherlich besorgniserregender als die Asiatische Hornisse. Inzwischen haelt hier der Herbst Einzug und es ist beeindruckend, wie viel Pollen jetzt noch eingetragen wird. Vor allem der Efeu wird nun rege beflogen.

19.9.2014: Und noch ein Fund des Kleinen Beutenkaefers in Kalabrien. Sowohl in einer Falle als auch in einem Bienenstoch unweit vom Erstfundort wurde das Tier nachgewiesen. Leider ueberwintern auch manche deutsche Imker ihre Immen dort unten...

12.9.2014: Nach der Asiatischen Hornisse kommt nun der echte Bienenschreck: Am 5.9.2014 wurde ein Exemplar des Kleinen Beutenkäfers in einer Falle nahe des Hafens Gioia Tauro (Reggio Calabria/Italien) gefangen. Die Bienenstände in einem 20 km-Radius um den Fundort werden untersucht. Nun darf man wirklich langsam das Zähneklappern kriegen...

9.9.2014: Erstmals wurde die Asiatische Hornisse Vespa velutina in Deutschland dokumentiert - die Auswertung der Bilder, die Frau Arnold bei Karlsruhe in ihrem Garten machte, ist einhellig ausgefallen. Wir dürfen gespannt sein wie sich dieser Neubürger nun in Deutschland macht; insbesondere die Imker werden dieses räuberische Insekt kritisch beäugen.

Asiatische Hornisse Vespa velutina in Deutschland (Eva Arnold)

verkrüppelte Bienen - Folgen des DWV-Virus -Bild: Melanie von Orlow
verkrüppelte Bienen - Folgen des DWV-Virus -Bild: Melanie von Orlow

24.8.2014: Unverändert Herbstcharakter - die Bienen sind eher träge und reagieren auf Störungen stichtig. Die Völker umlagern sich gegenseitig und wollen plündern.
Gestern nun die nächste Varroa-Behandlung eingeschoben und diesmal - rund 6 Wochen nach der letzten AS-Behandlung - rieselten doch reichlich Milben. Immer wieder wird nun des DWV-Virus sichtbar, ein untrügliches Varroa-Warnzeichen - Bienen mit verkrüppelten Flügeln, die sich in kleinen Grüppchen auf dem Boden sammeln.
Bei der Durchsicht zeigte sich der ehemalige "Monsterschwarm" mit 7 kg Bienenmasse nun als schwächstes Volk mit deutlichsten DWV-Anzeichen obwohl der Milbenfall eher mäßig ist.
Da werde ich mir eine weitere AS-Behandlung im September/Oktober vorbehalten müssen.

Eigentlich wollte ich den neuen Königinnen, die noch in ihren Ablegern warten, die Varroabehandlung ersparen doch die Zeit wird nun langsam knapp - auch bei den kleinen Dreiwaben-Ablegern scheint die Varroa Feste zu feiern und so werde ich die Königinnen lieber doch nicht über Vereinigung zusetzen, sondern klassisch im Ausfresskäfig nach Entfernen der alten Königin. Die Brut möchte ich lieber nicht den Völkern zugeben.

24.8.2014: Bei spätsommerlichen, fast septemberartigen Temperaturen wurden die Völker heute gewogen. Vorn und hinten mit der Gepäckwaage angelüpft, die Summe beider Werte durch zwei geteilt und davon 12 kg abgezogen (das Leergewicht der eingerichteten Beute und Bienenmasse) und ergibt damit Vorräte von im Schnitt 15 kg. Noch nicht so der Renner angesichts eines aktuellen Verbrauchs von 0,2 bis 0,4 kg am Tag. Allerdings ist das Brutnest auch noch recht groß und der Verbrauch wird in Winter noch stark zurück gehen; hinzu kommt noch etwas Läppertracht der Herbstblüher. Die Zahlen aus den Vorjahren zeigen, daß ca. 14 kg Winterfutter Mitte September an diesem Standort ausreichend waren - da muß man also noch ein Auge drauf haben und ggf. noch nachfüttern.

Für die Varroabehandlung ist es noch etwas frisch, da warte ich noch auf das nächste Schönwetterfenster...der Donnerstag mit 22 Grad sieht gut aus. Vor den Völker vereinzelt Bienen mit DWV-Anzeichen - verkrüppelte Flügel und damit ein Warnzeichen!

Interessant ist, wie groß doch der Fehler der Gepäckwagenmessung doch ist - mehrfache Messung beim Waagstockvolk zeigten Abweichungen von 1 bis 3 kg und zwar durchweg zu wenig! Aber so eine "stille Reserve" ist ja eher von Vorteil...

13.8.2014: Bei den Bienen bestimmen weiterhin Einfüttern und Varroa-Behandlung im Wechsel die Tage. Durchsichten mache ich nun praktisch gar nicht mehr - zum einen ist die Gefahr der Räuberei weiterhin groß und letztlich gibt es auch nicht viel zu gucken. Erst wenn es daran geht, die drei geparkten Könginnen einzuweiseln, werde ich die Völker noch mal auf Weiseltichtigkeit prüfen. Die Drohnen dürfen auch noch bleiben aber bei vielen anderen Imkern werden sie jetzt schon vor die Tür gesetzt.

Dafür feiern die Wespen und Hornissen - die Wespen räumen vor den Bienenständen auf (und in der Innenstadt auch die Teller leer) und die Hornissennester werden immer gewaltiger. Heute mit über 200 Tieren ein grosses Nest aus einem Rollo-Kasten geschält - dort waren auch die ersten Drohnen unterwegs:

Hornissennest im Rollladenkasten - Bild: Melanie von Orlow
Hornissennest im Rollladenkasten - Bild: Melanie von Orlow

4.8.2014: Und nun endlich mal der Bienenbaum mit regem Besuch:

3.8.2014: Der Blick in den Schaukasten offenbarte drastischen Futtermangel - der Futterkranz war nahezu vollständig aufgezehrt. Hier wurde mit Wabenhonig über die integrierte Futtertasche nachgefüttert. Die Beobachtung war Grund genug um in die Ableger zu schauen - diese 3-Waben-Minivölker sind am ehesten vom Hunger bedroht, da sie stark brüten (müssen) und noch nicht ausreichend Personal zum Sammeln haben. Außerdem besteht immer die Gefahr der Räuberei - daher erfolgt des Füttern einfach dadurch, dass eine gut gefüllte und am besten weitgehend verdeckelte Futterwabe zugehängt wird und dafür eine spärlich ausgebaute entnommen wird. Auch die Völker am Aussenstand werden versorgt wie auch das Waagstockvolk...die sind alle noch etwas schwachbrüstig beim Anheben der Beuten. Erfreulich aber: kaum Krabbler mehr auf dem Boden, das Phänomen ist vollkommen verschwunden...allerdings auch vermehrt Wespen unterwegs die auch kräftig "aufräumen".

2.8.2014: Ein Urlaubsmitbringsel: Honigverkauf direkt am See - an alle die auf dem Weg zur Müritz sind und dabei den Canower See passieren!

Honigverkauf am Canower See - Bild: Melanie von Orlow
Honigverkauf am Canower See - Bild: Melanie von Orlow

Inzwischen ist auch der Bienenbaum zur Blüte gekommen und dort sieht man nun geschäftiges Treiben - ansonsten gibt es ja nicht viel zu holen wie die Stockwaage zeigt. Der Flugverkehr ist gering und angesichts der hohen Temperaturen ist man eher träge als "bienenfleissig".

 

August 2014

 

 

18.7.2014: Auch die 2. Varroa-Behandlung bestätigt einen überraschend geringen Milbenbefall - es rieseln einige Milben aber beileibe nicht die großen Mengen, die man angesichts der ganzen Warnungen erwartet hatte.

17.7.2014: Die junge Königin im Schaukasten weiss offenbar nicht mehr wohin mit ihren Eiern, den "Stiften" - sie belegt nun auch die an der Glasfläche errichteten Zellen und das gleich mehrfach...gute Gelegenheit, sich diese fragilen und in einer normalen Wabe kaum erkennbaren Gebilde einmal genauer anzuschauen.

16.7.2014: Fast 400 kg Honig ohne einen einzigen Stich abgeerntet und heute beim Abnehmen von 7 Futterzargen gleich 3 einkassiert - offenbar haben die Damen so richtig miese Laune! Kein Wunder, es ist schwülwarm und es gab nur 4 kg Sirup. Und sie werden weiter getriezt - morgen abend plane ich die nächste Varroa-Behandlung...kein Wunder dass sie da so stichig sind.

14.7.2014: Der erste Schwung Futter ist heute in die Futterzargen der abgeernteten Völker gekommen nachdem diese vom Schied befreit wurden und mit Mittelwänden aufgefüllt wurden. Insgesamt bin ich wirklich zufrieden mit den Immen - im Honigergebnis nahe an der Rekordernte 2012 und trotz der vielen Schwärme in diesem Jahr sind hier nur wenige gefallen. Allerdings war es auch wirklich ein arbeitsintensives Jahr und noch ist die Arbeit nicht vorbei - kistenweise wurde der Futtersirup herbeigeschafft und muss nun in die Völker kommen ohne dabei das Brutnest zu sehr einzuengen.

11.7.2014: Die Stockwaage zieht um - da das Volk versetzt werden musste, wurde die Stockwaage gleich einkassiert und soll nun unter einem anderen Volk die Einfütterung und den Winterverbrauch dokumentieren. Das neue Volk ist wie man sieht recht mager - es ist aus dem ersten Schwarmfang des Jahres heraus entstanden: Am 20.4.2014 mit 1,7 kg gefangen war es schon recht schmalbrüstig. Das Volk empfand das wohl auch so und entledigte sich sehr schnell seiner Queen umeine neue nach zu ziehen. Diese gefiel aber offenbar auch nicht so recht und am 2.7. wurde eine neue Königin gezeichnet. Die lange Zeit ohne Brut hat Spuren gelassen, das Volk hat sich nicht sehr entwickelt. Nun werde ich es mal etwas "päppeln".

5.7.2014: Heute nun endlich das Ergebnis der Honiganalyse - die Frühsommertracht ist damit offiziell zum Sortenhonig, zum "Robinienhonig", geadelt worden! Das ist mal eine echte Auszeichnung.

3.7.2014: Nun geht es der Varroa an den Kragen: Heute wurden die ersten Ameisensäurebehandlungen gestartet. Die Honigräume wurden dabei auf unbehandelten Völkern "geparkt". Brutfreie Völker wurden einer Milchsäurebehandlung unterzogen - diese wirkt zwar aufgrund des Bienenflugs nicht optimal da nur Bienen mit direktem Milchsäurekontakt entmilbt werden aber es genügt um vorerst den Varroadruck auch bei diesen Völkern zu minimieren.

2.7.2014: Das Wetter wird besser aber der Flugverkehr geht zurück - die Linde ist offenbar weitgehend durch an diesem Standort. Heute wurden weitere Königinnen gezeichnet, die einige Völker selbst nachgezogen haben und die nun endlich stiften. Alle neuen Königinnen wurden inzwischen von den Bienen aus ihren Zusetzkäfigen befreit und stiften. Einige Schwarten mussten neuen Mittelwänden weichen und heute wurde das Abräumen der Honigräume und die Varroa-Behandlung vorbereitet denn das Wetter morgen ist vielversprechend: Mild und trocken aber nicht zu heiss.

Juli 2014

27.6.2014: Heute nun weitere Honigräume geleert; diesmal aus Brandenburg.Typisch leuchtend-fluoreszierend: Kornblume!

26.6.2014: Den gestrigen Regentag habe ich ganz kurzentschlossen genutzt, ein paar Honigräume zu leeren. Außerdem sind die neuen Königinnen endlich eingetroffen. Die müssen aber noch einen Tag warten denn erst heute soll es gut genug sein um ein paar Kunstschwärme abzufegen.

21.6.2014: Die "Schafskälte" hat uns im Griff aber dieses Intermezzo ist nicht schlecht zum Nachdenken - Was nun, sprach Zeus? Die Honigräume sind fast alle voll und dabei ist die Winterlinde noch nicht erblüht...das Optimieren zwischen der dringlichen Varroabehandlung und der Ernte ist nun ein wichtiges Thema!

18.6.2014: Die Kontrolle des 7 kg Schwarms ergab ernste Platzprobleme - die eine Hälfte hing faktisch in der untergesetzten "Trommelraumzarge". Diese wurde kurzerhand nach oben gestellt und mit Leerrähmchen bestückt...dann haben die Damen wenigstens was zu tun anstatt da nun rumzuhängen. Denn noch gibt es Tracht, die Immen wissen auch bald nicht mehr wohin. Ich leider auch nicht - alle Honigräume voll und wie immer zu wenige!

Auch die zweite Queen, die ich letztes Jahr von einem Züchter gekauft hatte, ist in Schwarmstimmung und zum zweiten Mal alles voller verdeckelter Weiselzellen. Nun habe ich genug von dieser "schwarmträgen" Zuchtlinie - raus mit der Queen und alle Zellen gebrochen. Nächste Woche kommen die neuen Damen und die darf dann dieses Volk übernehmen.

17.6.2014: Die Kontrolle gestern ergab 100% Erfolg beim geplanten Umweiseln. Alle drei Völker haben ihre neuen Königinnen akzeptiert. Das Verfahren war nun nicht grad vorbildlich, sondern eher "quick 'n dirty" aber es klappte - Zuerst wurden die Königinnen entfernt und nach vier Tagen dann die gesamte Brut inkl. der zwischenzeitlich angepflegten Weiselzellen. Diese kam in einen Sammelbrutableger während die Völker stattdessen neue Mittelwände erhielten. Die neuen Königinnen (begattet und bis vor kurzem noch stiftend) wurden ohne Begleitbienen hinter Futterteigveschluss zwischen die Wabengassen gehängt. Die Kontrolle nach 10 Tagen ergab dann schöne Brutnester bei allen Völkern. Den Sammelbrutableger werde ich abfegen oder zum Kunstschwarm verarbeiten damit das Wabenmaterial rauskommt.

7 kg Schwarm zieht ein - Bild: Melanie von Orlow
7 kg Schwarm zieht ein - Bild: Melanie von Orlow

11.6.2014: Nach zwei Tagen darf nun der 7 kg-Schwarm endlich sein neues Heim beziehen. Eine ganze 1,5erLeerzarge dient als "Trommelraum", in den ein Teil des Schwarmes geschüttet wird. Der Rest muss zu Fuss einmarschieren und tut das - dank Papprampe - willig, schnell und grad noch rechtzeitig vor dem Platzregen!

10.6.2014: Die beiden Schwärme des Pfingstwochenendes haben reichlich "Federn" oder besser Bienen gelassen - überall schwirrten suchende Schwarmbienen umher und suchten ihre Schwarmtraube. Um diese nun abzufangen wurde ihnen einfach das fehlende geliefert: Eine Königin im Clipkäfig! Nun sammeln sie sich als Mini-Schwarmtraube...leider im Parkverbot! Da werde ich morgen wohl abschleppen müssen...

9.6.2014: Ein Jahr zum Schwärmen....heute eine neue Rekordmarke gesetzt: Die Schwarmfangkiste wog am Ende 10,35 kg und davon waren nur 3,3 kg das Gewicht der Kiste - also 7 kg Bienen (inkl. vermutlich reichlich Honig im Bauch)!! Die Schwarmfangkiste platzte aus alle Nähten, der Transport war abenteuerlich...unglaublich, dass da noch Bienen im Volk geblieben waren. Tatsächlich zumindest aus dem abgeschwärmten Volk keinen Hinweis auf mitgeschwärmte Jungfern aber man kann eigentlich nur davon ausgehen, dass da noch andere aus den Nachbarvölkern mitgezogen sind.

8.6.2014: Erneut Schwarmalarm - diesmal am späten Nachmittag versammelt und so erst am Abend eingesammelt...passend zu diesem heissen, 35 Grad-Tag als rund 1,1 kg schweres "Biene am Stiel". Am nächsten Tag erklärt sich auch die Unruhe der Schwarmtraube beim Fang - tatsächlich war die Königin nicht vorhanden obwohl sich das Volk gut im Schwarmfangkasten gesammelt hatte. Es brauste lautstark in der Kiste. Kein Problem - da der Schwarm eh umgeschüttet werden musste um die Schwarmfangkiste frei zu machen wurde die Königin aus dem eh bereits sehr überfüllten Schaukasten genommen und im Ausfresskäfg in die Multibox gehangen in die der Schwarm dann umgeschüttet wurde. Am Abend sassen sie dann ruhig und zufrieden als kompakte Traube in der Kiste.

Die Durchsicht der eigenen Völker zeigt, dass auch die 2. meiner im letzten Jahr gekauften "Zuchtköniginnen" schwarmtriebig ist (die erste ist bereits abgeschwärmt) und ich muss viele Weiselzellen brechen - also diesen Züchter brauche ich nicht mehr um Nachschub zu bitten; für Königinnen aus dem letzten Jahr ein züchterisches Armutszeugnis!
Die starken Trachtvölker sitzen nun auf 8 Waben inkl. Baurahmen und haben 3 Honigräume (DN 0,5) zum Füllen, das schwülwarme Wetter läßt auf eine gute Ernte hoffen.

7.6.2014: Und der nächste Bienenschwarm...zieht gleich 4 Häuser weiter in den nächsten Lüftungsschacht...vertrackt, diese Spandauer Ecke da!

6.6.2014: Heute schwärmt es wieder - Anrufe aus Spandau und Steglitz aber zu weit und zu hoch...und die Feuerwehr mag nicht auf das Gelände fahren mit den großen Kisten.Ein Schwarm zog leider ab bevor ich noch den Motor anlassen konnte und zog um die Ecke in einen Lüftungsschacht - im 5. Stock und daher leider wohl ein Kandidat für den Kammerjäger!

5.6.2014: Besuch durch Jana Falkenstein von ZIBB "Gigantomaten" in der Liesborner Imkerei - das (wenig ernstzunehmende aber unterhaltsame) Ergebnis ist unter http://www.rbb-online.de/zibb/themen/gigantomaten_ordner/zibb-und-die-gigantomaten.html (Sendung vom 5.6.2014) zu sehen...

3.6.2014: Die Linde hat offenbar los gelegt - die Bienen flogen heute wie verrückt und so kam die heutige Zwischenschleuderung der Berliner Völker gerade recht: rund 12 kg robinienlastige Frühsommertracht konnte im Schnitt von jedem abgeernteten Volk gewonnen werden. Der Wetterbericht läßt eine gute Lindenernte erhoffen zumal es doch recht reichlich Regen in letzter Zeit gab - wir dürfen gespannt sein!

Zu klein für diesen Schwarm - Bild: Melanie von Orlow
Zu klein für diesen Schwarm - Bild: Melanie von Orlow

1.6.2014: Inzwischen wurden alle Königinnen gefunden und gezeichnet. Auch das Rätsel um ein immer noch brutfreies Volk wurde gelöst - die am 5.5. zuletzt gesehene Königin wurde beim Abfegen des Volkes gefunden; sie hatte jedoch einen beschädigten Flügel und konnte daher nicht zum Hochzeitsflug aufbrechen. Es wurde ein anderes Volk an diese Stelle gestellt und durch die zulaufenden Bienen verstärkt.

Ausserdem die erste Robinien-Wabenhonigernte aus den Schwärmen...sehr delikat! Damit steht auch das Schleudern "vor der Tür" - die Pollenfallen zeugen vom ersten Lindenbesuch und die Feuchtigkeit, dass die Bienen noch viel Trocknungsbedarf haben. Die Pollenfallen wurden nun frei gegeben damit die Bienen ordentlich trocknen können. Da die Robinie naturgemäß sehr leichtfliessend daher kommt wird in den nächsten Tagen durch Refraktometermessung ermittelt, wie der Reifegrad ist. Noch gibt es offenbar keinen wesentlichen Eintrag aber das kann sich sehr schnell ändern!

Juni 2014

29.5.2014: Nach einem kalten Mittwoch mit Dauerregen wurde der Schwarm heut bei suboptimalen 12 Grad in sein neues Heim einlogiert...2 Nächte Kellerhaft erschienen mir doch als genug. Die sehr klammen Bienen arbeiteten jedoch sehr gut mit und eroberten zügig ihr neues Heim - mit offener Brutwabe und einem zarten Futterkranz sicherlich ganz besonders attraktiv!

27.5.2014: Und noch ein Schwarm: stolze 3,6 kg mit vermutlich mehreren Queens, der aus rund 5 m per Leiter geborgen werden musste. Das war ziemlich anstrengend da die Traube rund 60 cm entlang eines Astes gewickelt war und man beim klassischen "Astschuetteln" nur einen Teil des Schwarmes in den Kasten und den Rest auf den Kopf bekam.

Bei so einer Aktion ist Stichschutz wirklich essentiell selbst wenn es so liebe Bienen sind wie diese! In der Hoehe auf einer Leiter mag ich keine Stiche von in den Haaren verirrten Bienen bekommen...nun stehen sie in der Garage.

26.5.2014: Grad noch rechtzeitig wurde bei der heutigen Kontrolle ein schwarmtriebiges Volk entdeckt und einen Königinnenableger gemacht. Zudem konnten nun viele Königinnen gefunden und gezeichnet werden...nur eines scheint noch weisellos zu sein; dies wird nun geprüft. Zudem zeichnet sich eine reiche Robinienernte ab - die Honigräume sind voll und können nun bei der kommenden Schlechtwetterperiode reifen.

Das Rätsel um den "weisellosen 4,7 kg-Schwarm" hat sich gelöst - die Queen ist beim Einlaufen *unter* die Beute geraten und dort wurde kurzerhand ein Brutnest angelegt während der Rest des Volkes in der Brutraumzarge darüber einen gewaltigen Honigraum pflegte!

Dieses Chaos wurde heute beseitigt und dabei zeigte sich erneut besorgniserregende Mehrfachparasitierung durch die Varroa-Milbe in den Zellen...ich überlege ernsthaft, dieses Jahr eine komplette Brutentnahme durchzuziehen! Das sind wirklich schlechte Zeichen an der Varroa-Front....

24.5.2014: Die Kontrolle der Brandenburger Völker zeigte dass hier die Robinie noch recht gut honigt...und dass 2 der drei Völker nun endlich wieder eine stiftende Königin haben. Leider heute keine Musse zum Suchen und Zeichnen aber noch habe ich Zeit denn die Zahl der Immen wird noch abnehmen und das Finden damit erleichtern.
Diesmal war das Zellenbrechen bei dem anderen Volk offenbar ohne Übersehen einer Zelle gelaufen und es ist kein Schwarm abgegangen...die Kiste ist entsprechend voll und hier bräuchte es einen Honigraum. Wie immer mangelt es daran natürlich! das dritte Volk ist weiterhin weisellos, hier wurde eine Wabe mit Stiften zur Weiselprobe eingehangen. Solche weisellosen Zeiten sind auch ideale Gelegenheiten zur Wabenhygiene - die Schwarten können nun brutfrei entnommen werden.
In Berlin neigt sich die Robinie dem Ende zu; scheint aber gut gehonigt zu habe. Am Abend brausen die Völker um den Honig zu trocknen...leider aber steht die Linde in den Startlöchern. Hoffentlich bekomme ich die Robinie noch vor der Linde aus den Honigräumen!

Derweil wurde der Kampf mit dem ersten Eimer Rapshonig gewonnen - endlich in den Gläsern! Diesen Honig vorsichtig zu temperieren und durchzumischen um ihn dann abfüllen zu können, ist ein echter Kraftakt für Mensch und Maschine. Ich bin gespannt, wie streichfähig der dann im Glas wieder abgekühlte Rapshonig sein wird.

Ein Schwarm von einem Schwarm - Bild: Melanie von Orlow
Ein Schwarm von einem Schwarm - Bild: Melanie von Orlow

21.5.2014: Und wieder rollt die Schwarmwelle - 3 Meldungen heute, einer hob ab bevor ich ihn vermitteln konnte aber die anderen beiden konnte ich sichern. Ein kleinerer (Nach?)Schwarm und ein ordentlicher Kaventsmann mit 2,3 kg.

Dieser war eine echte Herausforderung denn es waren offenbar mehrere Königinnen dabei. Nachdem offenbar mindestens eine im Kasten war, konnte ich eine weitere einfangen und gezielt in den Kasten schleusen nachdem sie immer wieder durch Schütteln des Astes aufgescheucht worden war und schließlich auf dem Kasten gelandet war. Neben scharfem Auge war der griffbereite Clipkäfig hier sehr hilfreich.

In diesem Fall hat sich ein Streifen BeeBoost (Königinnenpheromon) bewährt, der in das Flugloch des Schwarmfangkastens gesteckt das Einlaufen doch sehr beschleunigte. Das darüber liegende Lüftungsgitter führt zu Irritationen da die Tiere nicht recht wissen wo der Eingang in den Kasten ist und keine Sterzelstrassen aufbauen können.

Alarmierend aber: die ersten auf den Bienen aufsitzenden Varroamilben....

20.5.2014: Plötzlich Tropenhitze! Die Sorge, dass die Immen die nasse Pause genutzt haben um ins Schwärmen zu geraten, erwies sich als unbegründet. Allerdings warten noch viele Völker auf Stifte - die Königinnen konnten wohl nicht zur Verpaarung ausfliegen. Nächste Woche sollte es aber nun endlich wieder Stifte geben. Ein Ableger hat die zugegebene, schlupfreife Weiselzelle zerschrotet um aus der letzten Brut eigene Queens zu nehmen...die nehmen eben nicht jede!

Die nicht abgeschwärmten Völker sitzen unverändert auf 6 bis 7 Waben (zzgl. Baurahmen) und wie man sieht: Brut bis in die Ecken; nahezu kein Futterkranz - das landet nun alles im Honigraum.

Der Rapshonig ist nun fest geworden und dank tgl. 2x rühren auch in guter, cremiger Konsistenz...jetzt muss er aber noch ins Glas,das hebe ich mir für morgen auf...

16.5.2014: Endlich ein paar Sonnenstrahlen und die Robinie kann erblühen...und bekommt regen Besuch!

15.5.2014: Der Rapshonig "zieht an" und kristallisiert - zwischen 10 bis etwas über 20 kg hat jedes der Brandenburger Völker geliefert; die Berliner begnügten sich "standesgemäß" mit im Schnitt rund 10 kg je Volk. Insgesamt also kein Spitzenjahrgang in Sachen Erntemengen was dem Umstand geschuldet sein dürfte, dass die Tracht einfach schneller war als die Bienenvölker. Trotz des frühen Frühlings waren die Völker nicht soweit entwickelt um die Tracht optimal zu nutzen - aber sicherlich kein Katastrophenjahr wie 2012 als die Frühtracht in Berlin quasi komplett ausgefallen ist. In Sachen Raps besser als im Vorjahr als der kalte, späte Frühling die Rapsblüte eher "verhagelte" als förderte.

frisch geschlüpfte Weiselzelle - Bild: Melanie von Orlow
frisch geschlüpfte Weiselzelle - Bild: Melanie von Orlow

14.5.2014: Die heutige Kontrolle der Brandenburger Völker war gerade noch rechtzeitig: ein Volk war quasi schon abflugbereit, nach Entnahme der Königin hatte das Volk zahlreiche Weiselzellen angesetzt und diese waren schon durchweg verdeckelt und man wartete auf die erste Königin. Bei leider recht unschönem Wetter wurde das Volk bearbeitet und ein weiterer Honigraum gegeben. Bei einem weiteren Volk konnte die 2., zuletzt leider übersehene Weiselzelle gefunden werden die mich einen Schwarm "gekostet" hat...sehr raffiniert am Rand versteckt und jetzt nur durch den aufgeklappten Deckel (Pfeil) erkennbar. Hier ist also eine Weisel unterwegs und wartet auf gutes Wetter für den Begattungsflug.

13.5.2014: Heute schwärmte es erwartungsgemäß nochmal besonders. In Heiligensee wurde der rund 1,4 kg schwere Nachschwarm aus einem in einer Walnuss nistenden Volk gefangen (den Vorschwarmfing ich bereits am 1.5. mit rund 2,3 kg). Ein weiterer Schwarm unbekannter Herkunft mit 1,7 kg wurde aus bequemen 1.80 m Höhe geborgen.

Außerdem stand die Bergung eines vor rund 9 Tagen in einen Lüftungsschacht eingezogenen Schwarmes an.

Da das Aussengitter mit dem Insektenschutzgitter abgefallen war, konnten die Bienen in diesen Schacht Einzug halten. Der Schacht dient zur Lüftung eines innenliegenden Bades und der Küche und zieht sich rund 2 m entlang der Küchendecke. Die Mieterin deckte die Lüftungsgitter in Bad und Küche mit Klebeband ab und zog sogar aus Sorge vor den Bienen zeitweilig aus.

Ein zuerst herbeigerufener Imker sagte, da könne man nichts machen und so wollte man schon den Schädlingsbekämpfer ranlassen. Ich tastete den Schacht einfach mal von aussen ab und die Wärmeproduktion der Bienen zeigte mir schnell dass die Bienen direkt hinter der Aussenwand und hinter dem Küchenbelüftungsgitter saßen. Da konnte man die Rettung doch mal versuchen.

Die Küche wurde etwas geräumt und der Teil am Lüftungsschacht von der Decke bis zum Boden mit Folie abgeklebt um einen Verflug in die restliche Küche zu minimieren. Dies erwies sich eigentlich als überflüssig - die Bienen waren erstaunlich ruhig und flogen allenfalls zum Fenster.

Mit einem regelbaren Haushaltsstaubsauger und einem vorgeschalteten, weich ausgepolsterten Aschesauger mit Kunststoffansaugschlauch und Flachdüse wurden die Bienen abgesaugt und die Wabenzungen mit einem langen Messer abgeschnitten. Wunderbarer Robinienhonig floss mir entgegen; die Bienen wurden dann draußen in den Schwarmfangkasten eines örtlichen Schwarmfängers umgeschüttet damit die Immen im Bezirk bleiben. Die Bienen überstanden das Absaugen erstaunlich gut; allerdings zeigte sich auch ohne den Einsatz von Rauch, dass sich die Tiere beim Einsaugen erbrechen und sich dadurch verschmutzen.
Der Lüftungsschacht wurde provisorisch verschlossen und das Lüftungsgitter zur Küche mit einem neuen Feingitter versorgt so dass keine Bienen mehr den Weg in die Küche finden konnten. Da die Königin nicht sicher gefunden werden konnte wurde eine Weisel im Zusetzkäfig dem Schwarmfangkasten zugegeben. In rund 2 Stunden waren die Bienen im Kasten und der Schacht war wieder frei und "belüftungsfähig".

10/11.5.2014: Heute wurde nun ganz kurzfristig doch abgeerntet. Da die Robinie schon weiß schimmert und abzusehen ist dass ich vor Mitte nächster Woche nicht mehr an die Immen komme, habe ich kurzerhand abgeschleudert. Bis halb eins in der früh drehte sich die Schleuder...schöner Beginn des Muttertages; Mutter steht immerhin nicht in der Küche.

Die Erntemenge ist durchschnittlich; aus Brandenburg wurde relativ viel Rapsfrühtracht geerntet. Ausserdem tüten und quaken in zwei Beuten mit eingeschlagenen Schwärmen noch immer die Königinnen.

5.5.2014: Der überraschend warme Wetterverlauf heute hat eine schnelle Durchsicht und das Einschlagen des Rekordschwarm (nun nur noch 3,6 kg....1 kg Honig an Bord wurde bereits verzehrt) ermöglicht. Tatsächlich tüteten und quakten in zwei Völkern schon die Königinnen! Ein eingeschlagener Schwarm hatte sich zum Umweiseln entschlossen und aus der gegebenen Bannwabe nachgeschafft und das abgeschwärmte Volk hatte bereits eine Thronfolgerin, die mit emsigem Tüten die Geschwister am Schlüpfen hinderte.
Alle anderen Völker waren noch nicht schwarmtriebig; hatten aber die Zeit zum Verdeckeln der Honigräume genutzt...die erste Ernte steht also dicht bevor; das für den Rest der Woche vorhergesagte, eher mäßige Wetter wird dann hoffentlich ausreichen, um die Frühtracht noch vor der Robinienblüte fertig zu stellen.

4,6 kg Schwarm - Bild: Melanie von Orlow
4,6 kg Schwarm - Bild: Melanie von Orlow

3.5.2014: Der nächste Schwarm setzt neue Rekordmarken: 4,6 kg reine Bienenmasse und passt kaum in die Kiste!
Dafür zieht mir ein anderer, frisch eingeschlagener Schwarm am selben Tag wieder aus...nach 2 Nächten und einem Tag Kellerhaft! Dumm das, dieses Volk hätte wohl eine "Bannwabe" mit offener Brut gebraucht. Zum Bergen arg hoch und zu spät ist es auch...

Mai 2014

27.bis 30.4.2014: Wie aus einem Schwarmfang ein Abbruchunternehmen werden kann: Der Ruf einer Laubenbesitzerin lockte mich in ihren Garten...das ganze WC sei von Bienen umschwärmt! Ich nun voller Freude, endlich einen Ausgleich für den verlorenen Schwarm zu bekommen, hin mit dem üblichen Equipment. Vort Ort aber nur eine kleine Traube?

Der nähere Blick zeigte, dass dieser Schwarm dort nicht Rast machen wollte, sondern bereits am Einziehen war! Die Nachfrage bei der Laubenbesitzerin: Ob sie was dagegen habe, dass ich die Nut-und-Feder-Paneele der Deckenverkleidung entfernen dürfe?

Ach ja, wenn es denn sein müsse...wollte sie ja eigentlich eh ran weil sie da Ratten gehabt habe. Beim Entfernen fiel mir dann auch gleich Nussschalen, Fell, Rattenkot und eine tote Ratte entgegen...

Der Blick offenbarte: Nicht die Decke war es, die die Bienen gereizt hatte - sie wollten in die Wand ziehen und zwar zwischen Handwaschbecken und Aussenwand.

Ob ich denn die Wand öffnen könne? Gibt es ev. eine Stichsäge?

Ach ja, wenn es denn sein müsse...die wolle sie ja eigentlich auch erneuern...nur oben bitte etwas stehen lassen damit die Paneele drauf könnten. Aber gerne und munter losgesägt.

Nun ja, so groß ist er ja nun auch niicht aber wenn man schon so viel Aufwand gemacht hat: Also reingefegt in die daruntergestellte Kiste. Aber komisch - alle sterzeln nach links in die Ecke...Queen also da noch irgendwo?

Oh je, die doppelte Wand geht um die Ecke weiter...ob ich da etwas sägen dürfe?

Na wenn es denn sein müsse...nur bitte oben was stehen lassen!

Und da traf mich dann der Schlag....die Masse hing wirklich "um die Ecke" und zoge sich da munter in die Breite! Verzweifelung machte sich breit...wie sollte ich da die Königin erwischen?

Also Sauger und Ascheabscheider besorgt und mit dem Smoker, Feger und Kehrschaufel versucht, möglichst viele Bienen in die Schwarmfangkiste zu schaufeln. Die quoll inzwischen schon über...Mit Hilfe des Smokers schaffte ich es schließlich, das Ausweichen der Bienen nach links zu unterbinden und die Damen nach rechts in den bereits geöffneten Teil zu treiben.

Und das war dann der Moment, wo aus dem Chaos herumfliegender Bienen und Gebrause das "WUNDER im WC" geschah: Ich erblickte in der die Wand entlang krabbelnden Bienenmasse eine ungezeichnete Königin!

Wo ist der verd...Clipkäfig, warum ist der der nicht griffbereit? Wo ist sie hin? Da...herjeh, sie fliegt auf...also mit den Händen gewedelt und sie landet am WC-Fensterchen und da fange ich sie endlich ein!

Nun rein mit der Dame in den überquellenden Kasten und nun endlich sterzeln die Bienen in die richtige Richtung. Gerade rechtzeitig, es wird langsam dunkel und die Bienen fliegen desorientiert und wollen endlich ihre wohlverdiente Ruhe.

Am Ende sind es 2,5 kg Bienen samt Queen und das Brausen der restlichen, unerreichbar in Ritzen und Spalten sitzenden Bienen verrät mir, dass es offenbar auch keine 2. gibt. Ich verkleide der Dame den sichtbaren Schaden mit Zeitung und Klebeband und natürlich verneine ich auch ihre besorgte Nachfrage, was sie denn der Einsatz nun koste. Letztlich hat mich es rund 4 Stunden gekostet...aber immerhin den Bienen das Leben gerettet und der Dame den Kammerjäger erspart! Der Schwarm bezieht tags drauf seine neue Kiste und die Queen bekommt ihre gelbe "Ohrmarke".

Am nächsten Tag dann die Nachfrage: Da wären noch so viele Bienen in dem WC. Also wieder hin und tatsächlich: Ein gutes Pfund Bienen hat sich in einer Ecke zu einer 25 cm starken Traube gesammelt.

Um diesen Rest zu bergen nutze ich die attraktivsten Lockmittel bei Bienens: Eine Brutwabe mit junger, offener Brut und eine stiftende Königin, die ich aus einem schwarmtriebigen Volk hole. Letztere in einem Zusetzkäfig und mit Begleitbienen...nicht, dass die noch in anderen Winkeln des WCs "stiften geht".

Schnell wird der kleine Futterkranz von den Bienen entdeckt...richtig begeistert werden sie dann aber als der Zusetzkäfig mit der Queen dazu kommt. Den schaffen ich kaum zu fixieren, so schnell sind die Hände von sterzelnden Bienen dicht belagert.

Am Abend zieht die Wabe dann mit den ansitzenden Bienen in den mitgebrachten Schaukasten um. Dort wird die Königin dann auch aus dem Käfig befreit. Der Kasten bleibt einen ganzen weiteren Tag auf dem WC stehen um auch die letzten Bienen aus der Wand zum Kasten zu locken ehe er dann bei Dunkelheit verschlossen und abtransportiert werden kann....der wohl längste "Schwarmfang" meiner Imkerkarriere bisher!

Die Dame freut sich und bittet zum Abschied um ein Glas Honig von "ihren" Bienen - aber darauf muss sich noch etwas warten...

26.4.2014: Es schwärmt weiter - eine Meldung auf Weissensee konnte aufgrund des dortigen und sehr rabiaten Grundstückseigentümers noch nicht zur Bergung des Schwarmes führen. Eine imkerliche Fehlentscheidung hat mich leider auch einen Schwarm gekostet - die gestern gesichtete und zum Umweiseln eines Schwarms entnommene, verdeckelte Weiselzelle hat mich leider nicht veranlasst, einen Königinnenableger zu bilden...und die sitzt nun hoch und unerreichbar im Baume. Ärgerlich sowas aber letztlich mein Fehler...

24.4.2014: Gestern wieder Schwarmalarm - ein Hotel meldete einen Schwarm im Innenhof. Kurioserweise hatte das Hotel aber bereits vor 2 Tagen an der selben Stelle einen Schwarm gehabt, der von einem anderen Schwarmfänger abgeholt worden war. Beim Einfangen der recht kleinen Traube erwiesen sich die Tiere als recht stichtig und das Brausen in der Kellerhaft (Hinweis auf Weisellosigkeit) bestätigte meine Vermutung: Diese 900 g Bienen sind kein weiterer Schwarm, sondern schlichtweg zurückgelassene Bienen - offenbar hatt es der erste Schwarmfänger sehr eilig und hat den armen Tieren keine ausreichende Zeit zum Umzug in den Schwarmfangkasten gegeben - das Nachsehen hat nicht nur er und sein Schwarm, sondern auch das Hotel und meine Wenigkeit. Unfein sowas. Die heimatlosen Bienen habe ich dem kleineren, bereits eingeschlagenen Schwarm vom 21.4. zulaufen lassen was auch nicht ohne Reibereien abgeht...eine Masse fremder einströmender Bienen führt doch zu reichlich Irritationen bei der Eingangswacht!

22.4.2014: Heute kam in Brandenburg der dritte Honigraum zum Einsatz - erfreulicherweise haben sich die Schwarmtendenzen bei dem einen Volk etwas gelegt; allerdings droht dort die Verhonigung...und kein Honigraum mehr verfügbar! Also eine Mittelwand gegeben und natürlich die Honigräume gedreht damit wieder auszubauende Rähmchen über den Brutnest liegen. Die Apfelbäume sind in voller Blüte...wunderschön!

21.4.2014: Heute wurden nun die Schwärme versorgt - wie üblich wurde der Brutraum mit Anfangsstreifen und einer offenen Brutwabe (ohne Futterkranz) versorgt. Ausserdem gebe ich gerne einen Honigraum mit Absperrgitter darüber denn so ein Schwarm baut einfach schnell und gut. Beim Einlaufen konnte die Königin des fremden Schwarms schnell gefunden werden und wurde gleich gezeichnet. Da ich vermute, dass die Königin nicht vom letzten Jahr ist (solche schwärmen in der Regel nicht schon im nächsten Jahr) wurde sie im 2012er Gelb gezeichnet.

20.4.2014: Fröhliche Ostern - gleich mit doppelter Bescherung: Das schwarmtreibige Volk hat seinen Willen durchgesetzt und ist trotz gestrigen Zellenbrechens abgeschwärmt. Der Schwarm sammelte sich erfreulich tief und konnte schnell eingefangen werden. Am Abend wurde dann noch ein zweiter, diesmal fremder Schwarm eingesammelt, der in rund 3 m im Busch sass. Beide Schwärme waren mit rund 2, resp. 1,7 kg keine Rekordhalter für Vorschwärme aber dennoch schöne Osterüberraschungen! Die "dicken Dinger" werden wohl noch kommen...es ist ja erst Mitte April!

19.4.2014: Die ersten Schwarmmeldungen - leider in 15 m Höhe und damit nicht "zu ernten". Eine schnelle Durchsicht ergab in den meisten eigenen Völkern (noch) keine besondere Schwarmneigung...nur ein einzelnes, das bereits ja schon sehr früh im Jahr mit dicken Pollenkränzen auffiel, hatte wieder Weiselzellen angezogen so daß eingegriffen werden musste. Aber nun sollte man wirklich Telefon und Schwamfangequipment griffbereit halten!

18.4.2014: Und wieder mussten einige schon schwarmduselige Immen vom Abheben (hoffentlich) abgehalten werden...der Honigraum ist gerade zur Hälfte angetragen und schon sitzen sie in dicken Lagen auf mehreren fast verdecklungsreifen Weiselzellen. Solche sehr schwarmfreudigen Linien muss ich mir wohl zum Umweiseln vormerken. Deutlich schnuppern die Honigräume der entsprechend lokalisierten Völker nach Rapstracht - der Geruch ist sehr markant.

12.4.2014: Die ersten, noch offenen Weiselzellen mussten gebrochen werden - die Schwarmstimmung steigt also zumindest bei einigen Voelkern. Doch die meisten sind noch recht gut zu steuern und sind mit dem Ausbau des Honigraums gut eingespannt.

9.4.2014: Die Stockwaage ist nun endlich online! Dieses Projekt konnte zusammen mit dem NABU realisiert werden und ermöglicht nun Wetterbeobachtung und Blick auf den Trachtverlauf.

8.4.2014: Die Durchsicht der letzten Völker lieferte die erste Frühlingsüberraschung: frisch bestiftete Schwarmzellen! Ab nächste Woche kann man also mit ersten Schwarmmeldungen rechnen...na das wird ja turbulent! Die Brandenburger Völker hinken dahingegen etwas hinterher was doch schade ist - die ersten Rapsfelder leuchten im zarten Gelb.

7.4.2014: Da das Wetter nur noch zwei Tage tauglich sein soll wurde spontan die nächste Durchsicht gemacht. Aus mehreren Völkern konnten verdeckelte Drohnenbrutwaben entnommen werden die in bewährter Manier an die Vogelaufzuchtstation in Berlin-Staaken gingen. Nun trennt sich auch Spreu vom Weizen - einem besonders starken Volk mit nunmehr 7 Brutwaben und kaum Drohnenbrut wurde kurzerhand der 3. Honigraum zum Ausbau aufgesetzt während ein schwächeres wieder auf einen zurückgenommen wurde. Überraschend, wie schwer die Honigräume durchweg bereits sind...dabei hat die Obstblüte doch erst angefangen! Die Spielnäpfchen werden aber schon geputzt und inspiziert...aus einem Volk wurde eine dicke Pollenwabe entnommen. Das sollte ich wohl gut im Auge behalten. Kein Volk baute hinter dem Schied aber dafür kaum Futterkränze und Brut bis in die Ecken - sehr erfreulich. Manchen Völkern, die noch auf wenigen Waben sitzen, wurde eine Mittelwand hinter das Schied gegeben - falls sie Expansionsgelüste zeigen, so wird sich das an der Mittelwand bemerkbar machen die aber ansonsten nicht besonders interessant sein dürfte und nicht zum Volltragen animiert.

5.4.2014: Die nächsten Honigräume wurden vorbereitet: die 2012 ausgebauten Rähmchen haben nun ihren Job getan und das weiße Natubauwachs ausgeschnitten und gleich im Wasserbad eingeschmolzen. Dann gleich auf die Völker damit die bereits den ersten gut belagert haben. Doch nun, mit Einsetzen der Obstblüte, geht es ganz rasch mit dem Füllen der Räume und dem Bauen. Interessant auch: Solche Wachs- und Honigträchtigen Arbeiten lassen sich selbst bei Trockenheit direkt in Bienennähe machen - die Immen interessiert es nicht...sie haben zu tun!

4.4.2014: Die ersten Süßkirschen sind voll erblüht, die Sauerkirsche beginnt...nun muss ich mich beeilen, die nächsten Honigräume vorzubereiten damit die Bienen etwas zum Bauen bekommen.

April 2014

31.3.2014: Auch bei der weiteren Durchsicht zeigten einige Völker muntere Wachstumsbestrebungen - die Königin wurde noch zweimal hinter dem Schied gefunden und hatte dort bereits frisch gestiftet. Sofern die Waben erhaltungswürdig waren, wurden sie inkl. der Queen wieder vor das Schied gesetzt, alle Waben hinter dem Schied wurden entfernt und auch die restlichen Völker auf Kaltbaustellung gedreht. Viele Futterwaben konnten entnommen werden und jedem Volk wurde ein Honigraum gegeben. Auch weniger expandierende Völker wurden mit einer ausgebauten Wabe erweitert. Die Baurahmen waren noch nicht großflächig verdeckelt aber die ersten Drohnen krabbelten schon über die Waben.

30.3.2014: Der Spitzahorn blüht und die heutige Durchsicht ergab ersten Nektareintrag bei den starken Völkern. Weitere Honigräume wurden aufgesetzt und ein anderes Volk wurde durch Entnahme einer verdeckelten Brutwabe geschröpft. Ausserdem wurde der erste Baurahmen mit verdeckelter Drohnenbrut geschnitten - dieses Volk hatte selbst die eigentlich mäßig temperierte Woche genutzt und die Königin hatte gleich hinter dem Schied munter gestiftet. Während die eine Stiftwabe aufgrund der Mischung von Drohnen- und Arbeiterinnenzellen komplett entfernt wurde, wanderte die andere wieder vor das Schied wie auch die Königin...hoffentlich bleibt sie da nun auch. Ausserdem wurden den im Kaltbau stehenden Völkern Futterwaben entnommen um Platz zum Schieben zu haben. Nun sitzen sie auf 5-6 Waben zzgl. Baurahmen - eine explosive Entwicklung!

20.3.2014: Eine gute Woche nach dem Schiedsetzen nutze ich das Sonnenloch und 19 Grad und schaue in mein so starkes Schmuckbienenvolk. Die eine Woche bei eher mäßigem Flugwetter haben die Immen fleissig genutzt und es zeigt sich, dass das Schied schon seine Aufgabe erfüllt hat - die dicken Pollenkränze wurden merklich abgebaut und das Brutnest dehnt sich in die Ecken aus. Inzwischen gibt es auch schon verdeckelte Drohnenbrut. Der Honigraum wird rege geputzt aber ist erwartungsgemäß leer - der Ahorn steht in den Startlöchern blüht aber nocht nicht.
Ich nutze das Wetter zum Schröpfen und entnehme eine ganzflächig verdeckelte Brutwabe und hänge sie bei einem schwächeren Volk zwischen Baurahmen und Brutnest so dass die schlüpfende Brut dort das Volk verstärkt. Das starke Volk erhält eine ausgebaute Mittelwand so dass die Queen gleich neu stiften kann. Futter ist noch gut vorhanden, alle Zeichen also weiter auf Go! Wenn die nächste Kältewelle durch ist in ca. 1 Woche bekommen auch die anderen Völker ihren Honigraum.

12.3.2014: Heute stand der Umzug meines Schmuckbienenvolkes an. Nach nun diversen Jahren im Vorgarten muss ich das schmucke Holzhäuschen unbedingt überarbeiten und neu streichen. Die Bienen liessen sich den Umzug aber friedlich gefallen und flogen sich schnell auf die neue Beute ein. Zu meiner Überraschung ist dieses Volk, das im ganzen letzten Jahr mehr oder minder ungestört blieb (bis auf die Varroa-Behandlung) und auf dem eigenen Honig überwinterte, das stärkste von allen: auf 5 Waben grossflächig verdeckelte Brut und eine muntere, gelb gezeichnete Königin. Dazu gewaltig dicke Pollenkränze und 2 Pollenwaben. Dieses Volk bekam daher nebst Schied und Baurahmen gleich einen Honigraum auch wenn es noch nichts zu holen gibt...aber dann haben sie noch etwas Platz und genug zu tun wenn das Wetter nächste Woche wieder schlechter wird.

Ich gehe davon aus dass sie bei wirklich schlechtem Wetter die dicken Pollenkränze um das Brutnest etwas abbauen können so daß diese Flugpause eigentlich passt - allerdings werde ich gleich nach dieser Pause wieder nachschauen und das Volk ggf. schröpfen müssen, d.h. verdeckelte Brut entnehmen und sie anderen Völkern zugeben.

Osterfreuden - Bild: Melanie von Orlow
Osterfreuden - Bild: Melanie von Orlow

10.3.2014: Heute hielt mich der erste Noteinsatz im Atem: Beim Fällen einer hohlen Linde schnitt der Mitarbeiter des Gartenbauamtes in ein Bienenvolk! Leider bemerkten die Beteiligten das erst, als sie den Stammabschnitt bereits zu Boden geworfen hatten. Das hatte zur Folge dass wir nur übel ramponierten Wabenbruch mit umfangreich zerquestschter Brut aus dem kollabierten Wabenbau bergen konnten und befürchten müssen, dass die Königin diesen Sturz nicht überstanden hat. Wir verbringen den Stamm - wenn sich die restlichen Bienen dort wieder gesammelt haben - nun an eine andere Stelle und wollen dort beobachten ob sich das Volk wieder berappelt oder tatsächlich weisellos ist.

9.3.2014: Bei 15 Grad und Sonnenschein endlich die erste richtige Durchsicht. Alle Völker haben auf 2-3 Waben Brut, tw. schon großflächig verdeckelt (im letzten Jahr hatte nur 1 Volk beim Schiedsetzen verdeckelte Brut!). Bei zweien konnten sogar bestiftete Drohnenzellen gefunden werden. Ein Volk, dass noch im September umgeweiselt hatte, hatte dahingegen Pech - die Königin war offenbar nicht begattet und nunmehr buckelbrütig. Die Brut und die Königin wurde entnommen und das Restvölkchen - bereits zu klein um selbst mit neuer Königin zu starten - wurde am Abend einem anderen Volk aufgesetzt. Alle anderen bekamen Baurahmen und Schiede so dass nun mit einer Pollen-Futterwabe rund 4-5 Waben vor dem Schied sind. Pollenwaben und Futterwaben - überraschend reichlich noch - wanderten hinter das Schied. Ausserdem wurde die erste Königin gezeichnet, die Nachfolgerin der Blauen Königin. Sie darf nun die Rot 11 tragen und wird sich hoffentlich ihrer Mutter würdig erweisen.

5.3.2014: Es wird knapp - der Honig geht zur Neige. Die letzten 9 Gläser Robinien-Lindentracht warten auf Käufer aber das war es dann mit der Ernte 2013...und das obwohl es noch mindestens 2 Monate bis zur ersten Ernte sein dürften.

1.3.2014: Die Hasel ist fast verblüht und die Weiden stehen in den Startlöchern. Die Kornelkirsche bekommt schon den ersten Besuch. Trotz bis zu 15 Grad ist es aufgrund der Schleiderwolken doch etwas frisch und die Bienenfliegen nur verhalten - also beschränke ich meine Inspektion auf das Einschieben der Varroaschieber um es den Immen etwas wärmer zu machen. Zwischendurch noch einen Besuch in Thüringen wo ich beim "Sonneberger Imkertag" für das Imkern im "großen Stil" zu begeistern versuchte, nachdem dortige Jungimker mein Buch in die Hände bekommen hatten. Mit schönen Kerzen und leckerem Honig aus der Region reich beschenkt ging es fast nahtlos weiter zum diesjährigen Hornissen- und Hummel-Umsiedlungsseminar nach Hohen Neuendorf. Nach 2 schönen Tagen mit 18 interessierten TeilnehmerINnen gab es sogar einen Blumengruß zum Abschied - da lacht nicht nur das Imkerherz...

März 2014

24.2.2014: Weiterhin tagsueber Sonne und ueber 10 Grad. Da kann man schon mal genauer nachschauen wenn die Beuten voll beschienen sind. Es zeigt sich ein deutlich gestiegener Futterverbrauch - nun bei rund 2 kg in drei Wochen. Alle Voelker breiten sich bei diesem Wetter auf die Haelfte der Wabengassen aus um kraeftig Futter umzulagern. Trotz regen Flugverkehrs und Polleneintrag sind die meisten Bienen aber winterbienentypisch traege und wenig orientierungsfaehig - also noch zu früh für größere Eingriffe. Ein erstes Schied wurde bei einem starken Volk gesetzt, dass sich an einer halbleeren Wabe "staute". Ich nutze die restliche Sonnenzeit, die neuen Schiede zu fertigen, den Schwarmfangkasten zu verbessern und die Absperrgitter zu putzen.

16.2.2014: Bei sonnigen 14 Grad endlich der erste stärkere Flugverkehr: Reinigungsflug! Überall sonnten sich Bienen und machten was Biene wie Mensch so tun muss wenn sie/er mal für ein paar Wochen ohne WC-Gang ausharren musste. Es war ein erfreuliches Bild zumal die ersten Krokusse, die Elfenkrokusse, auf Besuch warten. Die Brandenburger Völker zeigten sich durchwachsen: zwischen nur 5 teilweise besetzten Wabengassen fanden sich aber auch starke Völker mit bis zu 8 nahezu komplett besetzten Wabengassen.

15.2.2014: Der Besuch des "2. Brandenburger Bauern- und Imkertages" in Paaren/Glien hat sich wieder gelohnt: Nach einer engagierten Einleitung durch Dr. Wolfgang Köhler, dem ehem. Leiter des Gentechnikreferates im Bundeslandwirtschaftsministerium, der deutlich klar machte, dass wir die anstehende Zulassung der neuen GVO-Mais-Sorte letztlich unserer Bundeskanzlerin zu verdanken haben und die Zusammensetzung der wissenschaftlichen Fachgremien der EFSA kritisierte, führt Prof. Dr. Menzel die rund 60 Teilnehmer in die Neurobiologie der Bienen ein. Er zeigt, wie einzelne Bienen durch sublethale Wirkungen gängiger Pestizide wie Glyphosat und Neonikotionoide die Erinnerung an Erlerntes verlieren und dadurch in der Fläche bei Sammelflügen verloren gehen.

Der Imker Karl-Heinz Bablok berichtete von seinem Gang quer durch die Instanzen die dann in dem Urteil des EuGH mündete. Sein Fazit ist leider ernüchternd: Schadensersatz ist bis heute nicht gezahlt (inzwischen über 200.000 € Gerichtskosten; im Wesentlichen durch Mellifera e.V. gezahlt) und letztlich wurde nicht ermittelt, wer nun den Schadensersatz überhaupt zahlen soll. Es wurde nur die "Nicht-Verkehrsfähigkeit" des Honigs festgestellt. Durch die Änderung auf EU-Ebene wurde Pollen als natürliche Zutat im Honig deklariert wodurch kein Deklarationsbedarf (und damit kein Ausweisen des ANteils von GVO-Pollen) erforderlich sei - weder Imker noch Kunden haben damit Anspruch auch GVO-freien Honig!

Herr Petermann und Herr Näser zeigten eindrucksvoll, wie wichtig die Beachtung der Bodengesundheit ist und dass gerade Untersaaten und eine ständig begrünte Fläche dafür sorgen, dass höhere Erträge und auch regenfeste und befahrbare Böden auch bei geringerem Pestizid- und Düngereinsatz möglich sind. Die anwesenden Landwirte hatten hier viele interessierte Nachfragen so dass man hoffen kann, dass ihre Beispiele Schule machen.

Zuletzt kam Johannes Erz zu Wort, der gerne als "Neueinsteiger" seinen kleinen Betrieb erweitern möchte aber schlichtweg nicht an Land kommt. Die Vergabepraxis der BVVG, die in Portionen zu 50 ha verkauft und verpachtet überfordert damit Existenzgründer und entscheidet rein nach monetären Gesuchtspunkten - damit gewinnen eben vor allem die Großbetriebe.

Podium 2014: J. Erz, J. Petermann, D. Näser, K-H. Bablok und W. Köhler
Podium 2014: J. Erz, J. Petermann, D. Näser, K-H. Bablok und W. Köhler

11.2.2014: Ein ungewöhnlich milder Winterverlauf nach einem kurzen Absturz auf bis zu -12 Grad hat bei strahlender Sonne einen ersten Bienenflug ermöglicht. Allerdings verhalten, ein richtiger Reiningungsflug fand noch nicht statt. Bei gut 12 Grad und Sonne habe ich kurz die Deckel angehoben und geprüft, ob die Bienentraube noch Kontakt zu ausreichendem Futter hat. Das war bei fast allen Völkern der Fall, eines war sogar so stark dass es bereits jetzt auf allen Gassen sass. Bei einem Volk war eine einseitig vollkommen leere Wabe flankierend an der Wintertraube, die kurzerhand eine Position weiter nach hinten rutschen musste und Platz für eine noch prall gefüllte Futterwabe machte. Ansonsten bin ich durchweg zufrieden mit den Völkern.

Gruene Woche 2014: Am kommenden Samstag, dem 25.1. findet in Halle 9 (Hallenecke, in Höhe Café) auf der Bühne des RBB in Zusammenarbeit mit dem LV der Gartenfreunde zwischen 11 und 12 Uhr ein ganz kleines imkerlich geprägtes Interview- und Vortragsprogramm statt – vielleicht einen Abstecher beim Messebesuch wert:

Dr. Jens Radtke und ich werden ueber Einstieg in die Imkerei, die Anlage bienenfreundlicher Gaerten und das Umsiedeln von Hummeln und Hornissen berichten!

Februar 2014

´Wir haben es satt mit M. Hederer und M. Haefeker - Bild: Melanie von Orlow
´Wir haben es satt mit M. Hederer und M. Haefeker - Bild: Melanie von Orlow

18.1.2014: Die diesjährige "Wir haben es satt"-Demo war wieder ein Erfolg - zumindest in Sachen Beteiligung. Bei schönem Wetter und milden Temperaturen sollen bis zu 30.000 Menschen aus ganz Deutschland gekommen sein - inklusive Landwirten mit Traktoren! Der DBIB war auch mit seinem Präsidium vor Ort (siehe im Bild links und rechts) während der DIB durch ein paar Berliner Imker, also der "Basis" vertreten wurde.

15.1.2014: Die Premiere von "Der Imker" fand in dem Kino in den Hackeschen Hoefen statt - die gut besuchte Vorstellung zeigte die Lebensgeschichte von Ibrahim Gezer, einem Kurden, dessen 500 Volk-starke Imkerei von der tuerkischen Armee zerstoert wurde und dessen Familie in alle Herren Laender verstreut wurde. Heute lebt er in der Schweiz als Fluechtling. Ein bewegender Film der aber auch den Lebensmut zeigte wie sich der Imker in der neuen, fremden "Heimat" ein Zuhause geschaffen hat. Der Film laeuft ab Ende Januar in vielen deutschen Kinos.

 

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