Eigenen Honig schleudern in der Liesborner Imkerei:

Ein Angebot für Jungimker, Gelegenheitsimker & Bienenhalter

Das Problem: Schleuderkauf lohnt sich in der Regel nicht!
Wer mit der Imkerei anfängt hat erstmal viele Kosten zu tragen - Beute, Rähmchen, Bienen und Ausstattung. Dabei ist die Schleuder das Teuerste - eine Schleuder kann mit einigen Hundert bis zu mehreren Tausend Euro zu Buche schlagen. Wer nicht grad Tropf- oder Presshonig gewinnen möchte, ist jedoch auf dieses Gerät angewiesen.

Bei einer kleinen Imkerei mit nur drei Völkern für den Eigenbedarf macht aber die Anschaffung wirtschaftlich einfach keinen Sinn! Zudem braucht so eine Schleuder Platz (den man in der Regel mieten muß) und für die Schleuderungen sind umfangreiche Räum- und Reinigungsarbeiten notwendig damit der Honig hygienisch ins Glas fließ - zusätzliche Zeit, die man diesem Hobby zuschlagen muß.

Blick in die Schleuder mit verschiedenen DN-Maßen (0.5,1, 1.5)
Blick in die Schleuder mit verschiedenen DN-Maßen (0.5,1, 1.5)

Die Lösung: Schleudern Sie bei uns!
Nutzen Sie unsere Räumlichkeiten - unsere 6fach Selbstwende-Tangentialschleuder mit Edelstahlkessel schluckt jedes Maß von DN 0,5 über DN, Zander, Langstroth bis sogar DN 1,5 (44 cm Oberträgerlänge x 33,5 cm Rähmchenhöhe). Es sind daher bis 18 Stück DN 0,5 (auch im Dickwabenformat) gleichzeitig zu schleudern. Andere Maße oder reiner Naturbau an mobilen Oberträgern lassen sich ggf. unter Zurechtschneiden ausschleudern. Die Motorisierung erlaubt schnelles Arbeiten; während die Schleuder dreht können Sie schon die nächste Runde entdeckeln.

Sie können hier in Ruhe entdeckeln, schleudern und sieben und nehmen am Ende den geschleuderten Honig und die leeren Honigräume wieder mit - ganz einfach! Zum Entdeckeln stehen Ihnen Entdecklungsgabeln, -messer und -walzen sowie ein Entdeckelungsgeschirr zur Verfügung. Dreibein und Feinsieb sind ebenfalls vor Ort vorhanden und nutzbar wie auch Wasser und Strom.


Was muß ich mitbringen?
Vereinbaren Sie einen Termin und bringen Sie dann einfach Ihre bienenfreien Honigräume (oder Einzelwaben in bienendicht verschlossenen Zargen oder Kästen) und saubere, trockene, verschließbare & gekennzeichnete Honigkübel mit (ruhig mehr als Sie erwarten...zum einen verschätzt man sich schnell und zum anderen braucht es ev. für das Feinsieben noch Eimerkapazitäten).

Vergessen Sie bitte nicht eigene. saubere und waschbare Arbeitskleidung, (Kittel, Handschuhe und Haarschutz) sowie saubere, abwaschbare und geschlossene Schuhe für den Innenraum (z.B. Crocs o.ä. die noch nicht draußen getragen wurden; alternativ Überzieher für die Schuhe).

Empfehlenswert sind auch ein paar saubere Laken zum Abdecken bei Bedarf; praktisch (aber nicht zwingend erforderlich) sind ebenfalls:

- eigener Stockmeissel zum Rausheben/Putzen der Rähmchen

- weiteres Doppelsieb

- Teigschaber oder Honigspachtel zum Leeren von Eimern, Reinigen des Doppelsiebes usw.

- Feinsieb und Dreibein, das ggf. auch in einem eigenen Eimer transportiert werden kann um in Ruhe daheim abzutropfen

- eigenes Entdeckelungsgeschirr, Siebe. genehme Entdeckelungsgabel

- Refraktometer

- Getränke & Vesper für die Pause

- Musik nach eigenem Geschmack (ansonsten nur Uralt-Radio vor Ort)

 

Der Honig prasselt an die Schleuderwand...
Der Honig prasselt an die Schleuderwand (das Bild zeigt eine andere Schleuder)...

Kann man die Schleuder auch richtig ausleihen und später zurückbringen?
Leider nicht - die Tangentialschleuder hat einen Kesseldurchmesser von 92 cm und ist daher zu groß für den regulären Transport.

 

 

Kann ich auch Hilfe beim Schleudern bekommen?
Natürlich erhalten Sie eine Einweisung in das Gerät und die Räumlichkeiten. Gerade wenn Sie das erste Mal schleudern helfe ich gerne mit damit Ihr Honig auch appetitlich und vorzeigbar daher kommt!

 

Wie läuft das mit der Terminvergabe - ich weiß doch nicht wann die Bienen soweit sind!
Melden Sie sich sobald Sie einen Termin absehen können - die Honigräume müssen nicht gleich runter auch wenn der Honig verdeckelt ist. Schieben Sie einfach einen weiteren Honigraum unter den fertigen Honigraum und planen Sie Ihren Schleudertermin. 2 Tage vor dem Termin schieben Sie dann die Bienenfluchten unter den fertigen Honigraum oder Sie fegen direkt am Schleudertermin die Bienen aus den Honigräumen ab - so kommt er noch stockwarm in die Schleuder und das macht das Schleudern einfacher und ergiebiger.
Transportieren Sie die Honigwaben jedoch unbedingt in gut verschlossenen Zargen da ansonsten meine Bienen auf den Geschmack kommen; außerdem leckt auch gerne mal die eine oder andere Wabe und hinterläßt klebrige Erinnerungen im Auto. Gerne steht die Schleuder auch unter der Woche zur Verfügung - in der Regel dann auch eher verfügbar als am Wochenende!

 

Muß ich denn meine schweren Honigräume weit schleppen?
Nein, keine Sorge - Sie können direkt vor dem Haus halten und müssen die Zargen nur etwa 30 m weit und nur wenige Stufen weit tragen. Auch mit einer Sackkarre ist der Weg zu bewältigen.

 

Honig aus der Schleuder (Bild: Sabine Rübensaat)
...läuft aus der Schleuder in das Doppelsieb (Bild: Sabine Rübensaat)...

Wie ist das mit dem Vorbereiten und Aufräumen geregelt?
Ich bereite den Raum für Sie vor so dass er ordentlich daher kommt. Da die Schleuder über Nacht einweichen muss damit der Honig sich auch löst, übernehmen auch ich diese Aufgabe und putze die Schleuder anschließend selbst.

Alles andere - wie die Reinigung aller anderen Oberflächen und benutzten Gerätschaften nach und ggf. auch vor der Schleuderung ist von Ihnen zu bewerkstelligen inklusive abschließendes Wischen des Boden. Reinigungsmaterial ist selbstverständlich vor Ort.

Prinzipiell sollten Sie das gesamte Gerät vor der Benutzung mit eigenem, kritischen Auge prüfen und ggf. nachreinigen denn es wird weiterhin nur Ihr Name auf Ihren Honigetiketten stehen!
Grundsätzlich ist nur die Schleuderung für den Eigenverzehr statthaft da wir jede Haftung für die Folgen der Inverkehrbringung der von Ihnen hier gewonnenen Produkte ablehnen müssen - Sie allein sind für die Einhaltung der gesetzlichen Pflichten in Bezug auf Hygiene, Kennzeichnung, Eichgesetz, Produkthaftung usw. verantwortlich!
Auch in Sachen Arbeitssicherheit, Arbeitsschutz und Unfall obliegt die Vorsorge und Absicherung bei dem Nutzer - gerne zeigen wir Ihnen die Räumlichkeiten vor der ersten Schleuderung!

 

Wie ist die Austattung?
Neben der Schleuder haben Sie fließendes Wasser und Strom zur Verfügung sowie einen Tisch zum Entdeckeln mit elementaren Besteck wie ein Entdeckelungsgeschirr, Doppelsieb, Entdeckelungsgabeln und Rähmchenhalter- zuvoriges Anschauen der Räumlichkeiten ist möglich & empfohlen! Bringen Sie dazu bitte ein Rähmchen Ihres Honigraumformates mit damit wir das Maß testen können.

 

Wohin mit dem Deckelwachs?
Das Deckelwachs kann grundsätzlich her bleiben; ansonsten bitte in selbst mitgebrachten Eimern oder Säcken bienendicht abtransportieren.

 

Spitzsieb
...und wird feingesiebt.

Muß ich ein Gesundheitszeugnis mitbringen?
Ich empfehle grundsätzlich die strikte Trennung zwischen Brut- und Honigraumwaben auch wenn Sie ein einheitliches Wabenformat nutzen und rate, alle 1 bis 2 Jahre Futterkranzproben Ihrer Völker untersuchen zu lassen - insbesondere die neuen Erkenntnisse zur Amerikanischen Faulbrut über die verschiedenen ERIC-Subtypen zeigen, daß die Erkennung durch den Imker sehr schwierig sein kann. Gerne berate ich Sie dazu.

Nach Rücksprache mit Guido Eich, Bienenseuchensachverständiger des Institutes für Bienenkunde Celle (LAVES) habe ich mich jedoch vergewissert daß die Übertragung von Brutkrankheiten wie der AFB durch gemeinsame Schleudernutzung nicht möglich ist, so daß ein Gesundheitszeugnis nicht erforderlich ist - das Ergebnis der letzten Futterkranzprobe interessiert mich eher!
Allerdings setzt dies voraus, daß Ihre Völker nicht in einem amtlich festgestellten Faulbrutsperrbezirk stehen. Auch wenn lt. Guido Eich 98% aller Bienenvölker frei von AFB sind muß ich mir im Interesse aller Schleudernutzer und ihrer Bienen jedoch vorbehalten, die Schleuderung abzulehnen wenn Zweifel am Gesundheitszustand der Herkunftsvölker bestehen oder bei der Sichtung der Honigwaben offenkundig werden.

 

Kostet das was?
Weniger als Sie denken und weit weniger als eine eigene Schleuder; das Angebot richtet sich an Freizeit- und Hobby-Imker und -Imkerinnen mit wenigen Völkern und ist als nicht-gewerblicher Service nur mit einer Aufwandsentschädigung für Strom, Wasser sowie Vor- und Nachbereitung der Räumlichkeiten verbunden - Details erfahren Sie auf Anfrage!

Änderungen/Einschränkungen bleiben vorbehalten!

Wo erfahre ich mehr?
Einfach anrufen oder E-mailen >> Kontakt

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