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NABU
Ein Projekt der NABU-Fachgruppe BAG Hymenoptera

Blumenwiesenanlage im Praxistest

Immer wieder gefordert: Mehr Blumen für die wilden Bienen und Honigbienen!

Doch grau ist alle Theorie - in dieser allmählich hoffentlich wachsenden Galerie wird die Einrichtung eines "Blumenwiesen-Testgeländes" dokumentiert.

Ausgangslage sind rund 108 qm Fläche, sehr sonnig und sandiger, armer Boden, der bisher mit viel Pflegeeinsatz und Wässerung als Rasen angelegt war. Seit zwei Jahren war die Fläche nun ungepflegt und verwildert.

Am aufwendigsten war die Vorbereitung: Es wurden viele Ladungen Grassoden mit der Schublade abgefahren und kräftig vertikutiert doch noch immer waren diese Gräser nicht platt zu bekommen. Daher wurde anschließend binnen zwei Stunden mit einer Motorhacke umgegraben - das hat dann endlich den gewünschten "schwarzen" Boden produziert. Solche benzingetriebenen Geräte kann man sich beim Baumarkt leihen; da gibt es in der Regel auch gleich einen Hänger für den Transport - wer es sich selber nicht zutraut, findet in Kleinanzeigen oder bei erento regional hilfreiche Kräfte, die für vernünftige Konditionen auch mit eigenem Gerät kommen.

Der Boden wurde anschließend mit der Harke geglättet und Steine, Wurzeln und Grasplacken händisch ausgelesen.

Die Fläche wurde in drei Streifen unterteilt so dass jeweils rund 34 qm mit folgenden Mischungen angelegt wurden:

1. "Blühende Landschaft" Nord - ein regionales, mehrjährig konzipiertes Saatgut für eine Standzeit von 5 Jahren vom Netzwerk Blühende Landschaft & Rieger-Hofmann entwickelt (http://rieger-hofmann.webseiten.cc/index.php?id=37&no_cache=1&tt_produc…)

2. Mössinger Bienengartensommer - eine einjährige Mischung von Sommerblumen (https://www.pflanzenversand-gaissmayer.de/article_detail,Saatgut+Sommer…)

3. Schmetterlings- und Wildbienensaum - eine sehr hochwertige Mischung von Rieger-Hofmann für mehrere Jahre (http://rieger-hofmann.webseiten.cc/index.php?id=37&no_cache=1&tt_produc…)

Zu jeder Mischung, die mit der Ansaatstärke von 2 g/qm ausgebracht wurden, wurde noch insgesamt ca. 1 g zottiger Klappertopf (Rhinanthus alectorolophus) zugegeben. Dieser fakultative Halbparasit soll Gräser in Schach halten können; ist aber womöglich auf frischere Standorte angewiesen - das wird nun gleich getestet.

Da es sich um Lichtkeimer handelt, wurde das Saatgut nicht abgedeckt und zur besseren Handaussaat mit feiner, heller Holzspäne gemischt, die auf dem dunklen Boden gut erkennbar ist.

Die Ansaat erfolgte am 24.9.2017; zumindest die mehrjährigen Mischungen können so schon Rosetten bilden und da es noch mild und feuchter als im Frühjahr ist, wird die Ansaat zwischen August bis Anfang Oktober eher empfohlen als im Frühjahr. Ob die einjährige Mischung diesen Termin verträgt wird sich zeigen - eigentlich soll die erst im Sommer direkt ins Freiland gesäht werden.

Herzlichen Dank an die tatkräftigen Unterstützer, die mit angepackt haben:

Nicola
Lucienne
Hans-Peter

(Die Galerie öffnet sich beim Klick auf das untenstehende Vorschaubild - vorwärts/rückwärts einfach durch Klick auf linken/rechten Bildrand)

 

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