Dr. Melanie von Orlow - Bild: Sabine Rübensaat
Dr. Melanie von Orlow - Bild: Sabine Rübensaat

Seit meinem 12. Lebensjahr bin ich Bienen-verrückt, doch zu Beginn reichte das notwendige Kleingeld nur zum Lesen der gesamten Fachliteratur in der städtischen Bücherei.

Nach ein paar Umwegen über Aquaristik, Wellensittich- und Zwegwachtel-Zucht, das Studium der Biochemie (Diplom 1999) und der Biologie (Diplom 2001) an der Freien Universität Berlin promovierte ich in der Pflanzenphysiologie und molekularen Genetik an der FU Berlin/ Max-Planck-Institut für Pflanzenphysiologie in Golm.
Im Rahmen eines Stipendiums beschäftigte ich mich mit dem Berliner Hymenopterendienst, die sich hier um die Beratungen/Umsiedlung besonders geschützter Bienen und Wespen kümmern. Im Rahmen der AG Bienenkunde unter Professor Schricker siedelte ich Hornissen- und Hummelvölker um und gründete 2002 die Fachgruppe "Hymenopterenschutz" des NABU Berlin.

Dann kamen noch ein paar Kinder zwischen und so dauerte es noch etwas, bis sich meine Bienenkenntnisse in der Praxis niederschlugen. 2004 wurden die Völker noch auf Deutsch-normal eingeschlagen ehe dann ab 2006 auf Deutsch-Normal 1,5 umgestellt wurde.

Kontinuierliche Fortbildung ist selbstverständlich, 2008 habe ich das Zertifikat des Honig-Lehrganges am Landesbieneninstitut Hohen Neuendorf erhalten und 2010 wurde der Kurs zur Bienengesundheit absolviert (regelmäßig aufgefrischt wie z.B. durch Besuch der Berliner Bienenrunde zum Thema Amerikanische Faulbrut am 7.8.2013 und zum Kleinen Beutenkäfer im Herbst 2015).

2011 erschien mein erstes Buch "Mein Bienenhotel" im Ulmer-Verlag und ich publiziere regelmäßig in Imker-Fachzeitschriften und in den Fachmagazinen der Schädlingsbekämpfer. Vorträge, Seminare und Veranstaltung rund um alles was fliegt und sticht sind mein Thema und dafür fahre ich auch schon mal quer durch die Bundesrepublik. Als Sprecherin der Bundesarbeitsgruppe Hymenoptera des NABU setze ich mich auch auf politischer Ebene für die Verbesserung der Lebensgrundlagen von Bienen und Wespen und einer defensiven Landwirtschaft ein.

Zum 1.1.2012 bin ich dem Reinickendorfer Imkerverein beigetreten und inzwischen bei rund 12 Völkern angekommen. Zudem stehen nun auch die ersten Völker in Brandenburg von denen 2012 zum ersten Mal Rapshonig geschleudert werden konnte - eine polarisierende Sorte, die einen lieben und die anderen hassen ihn!

2012 besuchte ich den Apisticus-Tag in Muenster und den Berufs- und Erwerbsimkertag in Donaueschingen.

2013 sind gleich zwei Bücher von mir beim Ulmer-Verlag erschienen - zum einen ein Werkbuch um Insektenhotels (quasi die praktische Ergänzung zum 2011 erschienenen "Bienenhotel") und ein Buch rund um die Imkerei im großen Format mit nur einem Brutraum.

Inzwischen bin ich im Vorstand des Imkervereins angekommen, der nunmehr auch als "Imkerverein Reinickendorf-Mitte" ein gemeinnütziger e.V. geworden ist. Zwei Imkertage - 2013 in Hamburg und 2014 in Sonneberg/Thüringen - zum Schwerpunkt "Imkern mit einem Brutraum" die ich mit gestalten durfte, zeigen das Interesse an diesem Beutenformat. 2015 setzte auch der Imkertag in Tostedt wie auch der Mitteldeutsche Imkertag in Stadtroda dieses Thema auf ihr Vortragsprogramm.

Der Besuch der Apimondia 2013 in Kiev hat nun auch Lust gemacht auf mehr - 2017 kommt diese große Messe nach Istanbul und dann wieder in unsere Nähe!


>> Zur Liste meiner anstehenden und bisherigen Vorträge und Publikationen


 

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