Ich habe heute in einem Dachraum ein Hornissennest gesehen mit vier Etagen, etwa 15cm Durchmesser. Die Nesthülle fehlte weitgehend. Auf dem Boden unter dem Nest und gegen das Fenster hin lagen sicher weit über hundert fast zur vollen Grösse entwickelte, tote Larven in Verwesungsstadien von schwarz bis ziemlich frisch. Die Königin habe ich nicht gesehen, jedoch sind die Arbeiterinnen sehr zielstrebig und eifrig am eintragen von Futter und am bauen, so dass ich annehme, das Volk sei weiselrichtig. In der letzten Zeit hatten wir hier immer wieder ungewöhnliche Regenperioden von längerer Dauer, so dass ich vermute, die Larven seien aus Futtermangel gestorben. Das Missverhältnis zwischen den gebauten Brutzellen und den vorhandenen Arbeiterinnen (Volksstärke) ist offensichtlich. Habt ihr ähnliche Beobachtungen gemacht?
Das Nest habe ich mit einer Kartonkiste ummantelt, in der Katzenstreu ist, um die Exkremente aufzufangen und den strengen Geruch zu mindern. Die Hausbesitzerin war dadurch zu überzeugen, dass das Nest bleiben darf. Es war wirklich erstaunlich, dass die Hornissen sich kaum stören liessen, als ich 15cm neben ihrem Nest Nägel einschlug, um die Kiste zu befestigen. Natürlich trug ich einen Imkerschleier, aber es erfolgte nichts, was man als Angriff hätte bezeichnen können!
Wir hatten dieses Jahr hier in der Schweiz viele Königinnen, die auch im Juli noch flogen. Jetzt habe ich kaum noch Hornissen gesehen.
Stimmt!
Die Korrektur des Larven-Arbeiterinnenverhältnis sieht man ja auch recht dramatisch in dieser Galerie unter
http://www.hymenoptera.de/html/gallery/Nisthilfen/schaukasten/
Das kann also schon hinkommen - so lange das Volk vital erscheint, baut und Eier vorhanden sind, ist eine Krankheit eher unwahrscheinlich.
Melanie
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hornissen in 2007
hallo rolf,
das nest ist für ende juli 2007 ziemlich groß, denn 2007 ist für hornissen ein dramatisches jahr. habe noch kein normal großes nest gesehen!! heute habe ich ein hornissennest begutachtet, deren zwei waben gerade mal einen durchmesser von ca.7 cm hatte und ca. 10 cm hoch war. die witterung hat vielen hornissenköniginnen den garaus gemacht, so meine erfahrung.viele larven sind aus futtermangel gestorben.
so wenig anrufe wegen hornissen und wespen (aus zwei landkreisen(!)) hatte ich in den letzten 6 jahren nicht!
viele grüße
lothar
Kann ich nur begrenzt bestätigen
Hier in Berlin bisher von meiner Seite gut ein Dutzend Hornissennestumsiedlungen; der Kollege hat mindestens genauso viel - ganz normal. Allerdings nur wenige richtig große Nester; viele so lala und in der Entwicklung zurück. Das schlechte Wetter hat ihnen offenbar zugesetzt.
Allerdings mehren sich die Anzeichen eines guten Wespensommers - die ersten lassen sich schon am Tisch sehen und das ist erstaunlich früh. Denke, da könnte Ende August etwas auf uns zu kommen - was mich nicht wundert da die Wespen auch früher gründen und von dem schlechten Wetter nicht so betroffen wurden.
Melanie
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