Diskussionsgrundlage
Hallo Hummelfreunde,
nachfolgend ein Auszug eines Briefes des "Ökowerk Teufelssee" Berlin von K.-J. Tack vom 13.12.1988:
Nicht in jedem Fall kann das Vorkommen von Wachsmotten in Hummelvölkern als Parasitismus bezeichnet werden.
In Nestern frühgründender Arten fördert die Präsenz von Wachsmotten den Aufbau optimaler Nestklimata, um die Geschlechtstieraufzucht frühzeitig beginnen zu können (z.B. Wiesen-,Baumhummeln). Das frühzeitige Erscheinen von Geschlechtstieren erlaubt diesen Arten die Nestentwicklung vor dem "Sommerloch" des blütenschwachen Juli zu beenden.
Arten, die nur geringen selten Wachsmottenbefall aufweisen, zeichnen sich durch geringen Verschmutzungsgrad ihrer Völker aus. Allerdings fördert ein überoptimales Nistplatzangebot auch bei diesen Arten den Wachsmottenbefall. Hier hilft nur ein Ortswechsel der Nisthilfen. Ein chemischer Eingriff ist nicht nur unnötig sondern kann notwendige Symbiosen zwischen Organismengruppen nachhaltig zerstören. Die beabsichtigte Förderung einer Art wendet sich damit in ihr Gegenteil.
Ende des Briefauszug
Grüße
Horst
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