
Leider ist die Königin meines Hornissenvolkes heute innerhalb weniger Stunden verendet. Apathie, ein Tropfen an der Spitze des Abdomens, Krämpfe und ein Tod innerhalb weniger Stunden. Fotos sind im Hornissen- und Hummeltagebuch.
Ich vermute Gift (Pestizide / Insektenstich, d.h. wehrhafte Beute bzw. Versuch einer feindlichen Übernahme). Was könnte es noch sein?
Hornissen- und Hummeltagebuch 2007
Gruß
Frank.
Oh je...
...mein Beileid - das ist ja tragisch!
Zunächst: Kannst Du die Brut irgendwie retten? Also zumindest den Kasten wärmen? So eine Terrarienheizung reinlegen oder sowas? Vielleicht kann man ja die Brut etwas länger am Leben erhalten und sie dann mit einer neuen Königin bekannt machen. Hummellarven lassen sich sogar künstlich aufziehen - vielleicht geht sogar mit Hornissenlarven das aber dafür braucht es nebst Insektenfleisch (Zierfischfutter aus dem Froster ist prima...oder Drohnenlarven) vor allem viel Zeit.
Tja, und nun zur Frage der Autopsie...ein Krankheit, innere Parasiten oder tatsächlich Vergiftung - alles wäre möglich. Man kann natürlich versuchen, mal in das Tier hineinzuschauen aber dazu braucht es auch Erahrung um da überhaupt was zu erkennen. Wenn sie gezielt mit etwas besprüht wurde, kann man das ev. von außen sehen. Man kann natürlich auch nicht ausschließen, daß die Königin beim Beutezug eine wehrhafte Gegnerin gehabt hat, deren Stachel einen Zufallstreffer landete...das äußert sich nach meinen Beobachtungen auch in diesem Zittern der Beine aber das Symptom kann auf vieles zutreffen!
Es sind genau diese Schicksalsschläge weshalb ich einzelne Königinnen nicht umsiedele...selbst wenn es erfolgreich war, dann trifft es sie eben doch irgendwie mit irgendwas und das ganze Mitfiebern, Füttern und Versuchen war vergeblich.
Schade, das Nest ist so weit...vielleicht kannst Du eine suchende Königin dazusetzen, drücke die Daumen!
Melanie
- Webmaster von www.hymenoptera.de -
Hätte fast geklappt ...
Fast hätte ich am Wochenende eine Königin gehabt, die ich hätte einsiedeln können. Wir wurden zu einem Nest hinter einer Verschalung gerufen, die sich nicht entfernen ließ. Das Einflugloch war direkt in einem Türeingang. Das hätte später, bei einem großen Nest, sehr wahrscheinlich zu Problemen geführt, ohne dass man herangekommen wäre. Also dachten wir: Königin wegfangen (mehr gab es noch nicht) und in meinen Kasten zu dem verwaisten Nest dazusetzen. Wäre zumindest für beide Parteien eine neue Chance gewesen ...
Leider mussten wir feststellen, dass auch diese Königin anscheinend schon verschollen war :-(
Gruß
Frank.
Hornissenschutz Braunschweig
Wie geht es dem Nest denn?
Hast Du es beheizen können?
Ich habe auch so einige Meldungen derzeit aber einzelne Königinnen belasse ich sofern möglich...Mittwoch gucke ich mir wieder eine an aber sie sind einfach alle noch schwer in Gründung...
Melanie
- Webmaster von www.hymenoptera.de -
Dramatische Entwicklungen!
Es geht hoch her, Melanie. Ich bin inzwischen bei Königin Nummer 3. Heute konnte ich viel fotografieren und beobachten von der feindlichen Übernahme, bei der die zweite Königin getötet wurde:
Kampf um das Nest
Gruß
Frank.
Habe gerade gelesen!
Das liest sich ja sehr spannend bei Dir - toll, daß Du das so gut beobachten kannst und es so schön dokumentierst!
Das ist wirklich spannend und zeigt wirklich sehr schön, welchen Widerstand selbst frischgeschlüpfte Arbeiterinnen so einer Ursupatorin entgegensetzen!
Hoffentlich klappt es jetzt nun endlich mit der dritten!
Melanie
- Webmaster von www.hymenoptera.de -