Beitrag zum Hornissenschutz im TV

Hallo,

es gibt in Kürze einen Beitrag zum Hornissenschutz im TV, bitte vormerken: 16.09.06 (jetzt Samstag) / 18:30 Uhr auf VOX.
Wiederholung: 17.09.06 (Sonntag) / 13:50 Uhr auf VOX.

Drehort war kürzlich hier in Münster.

Vorschau der Sendung:
http://www.vox.de/36823_36848.php?mainid=20060909&area=t-vorschau&bereich=hundkatzemaus

Drehort war kürzlich hier bei uns in Münster. Die Redakteurin war begeistert von den Hornis!

Gruss
Dieter Kosmeier

Beitrag zum Hornissenschutz im TV

Hallo Dieter,
habe Deinen Beitrag mit Begeisterung gesehen und mitgeschnitten.
Wie hast Du nur die Moderatorin dazu gebracht eine Hornisse auf dem Finger langkrabbeln zu lassen. :-)
Gruss Harry

Beitrag zum Hornissenschutz im TV

Ich habe mir den Beitrag auch angesehen und die ganze Familie zum Mitgucken verpflichtet. Fand ihn auch ganz toll.
Ich habe mich allerdings gefragt, ob das Nest, wenn es denn mit diesem "Umsiedlungsgerät" aufgespiesst wird, nicht zuviel Schaden nimmt.?
Womit wird das Nest im neuen Kasten an der Decke festgeklebt? Mit Heisskleber?
fg. Angelika

Beitrag zum Hornissenschutz im TV

Hallo Angelika,
angeklebt wird das Nest wirklich mit einer Heissklebepistole, was ich auch schon selbst praktiziert habe. Dieses "Durchstechen" übersteht das Nest verhältnismässig schadlos, da die "Nistteller" im Idealfall auch schön untereinander sind und die Stäbe unter die Teller greifen. Nester in Rollladenkästen sind natürlich nicht so schön gebaut wie in dem Beispiel. Hier muss man die Wabenteller einzeln bergen und in Halterungen fixieren. Die Hornissen umbauen und reparieren aber den entstandenen Schaden und in einem, dem entsprechend ausgelegten Nistkasten, kann sich das Volk dann gut weiterentwickeln.
Gruss Harry

Beitrag zum Hornissenschutz im TV

Hallo Harry,
und wie werden freihängende Wespennester an einem evtl. neuen Standort neu befestigt?
Das Umsiedeln von Hornissen hört sich - zumindest aus Rollädenkästen -
recht kompliziert an. Ehe ich meine Gedanken dazu weiterspinne, lasse ich wohl besser die Hände davon, zumal mir hier in der Gegend niemand bekannt ist, bei dem ich in die "Lehre" gehen könnte. :-) , Grüsse, Angelika

Beitrag zum Hornissenschutz im TV

Hallo Angelika,
die Umsiedlung eines Hornissennestes kann schon ganz schön schweisstreibend sein. Bei entsprechender Beratung können die meisten Nester jedoch an ihrem Standort bleiben. Mit dem Absperren von bestimmten Bereichen lässt sich ein Miteinander oft bewerkstelligen.
Die Nester existieren ja meist schon seit Mai und werden jetzt erst bemerkt.
Die Wespen der frei hängenden Nester gehören ja nicht zu der Sorte die uns bei der Kaffeetafel lästig werden und stehen unter Naturschutz. Sollte jedoch das "Aus" eines Nestes vor panischen Menschen drohen, kann man es umsiedeln. Das Einflugloch kann man mit etwas Rasierschaum verschliessen um es dann aus der Hecke oder von einer Decke abzuschneiden. Mit der Heissklebepistole klebt man das Nest am besten in einen Hornissenkasten oder ähnlichem. Mit kleinen Querstäben unter dem Nest kann man diesem zusätzlich Halt geben. Das Nest muss natürlich frei zugänglich, die Tür von einem Hornissenkasten abgeschraubt und die Himmelsrichtung der Öffnung die gleiche sein.
So eine Umsiedlungsaktion ist Stress pur für so ein Wespenvolk und viele werden es mit dem Leben bezahlen. In unseren Ausstellungen sollten wir unser Hauptmerk auf die Aufklärung über das Leben und Verhalten von Wespen legen. Die Giftspritze ist ja oft das „Normale“ und das Miteinander das „Unnormale“.
Wünsche Dir für Deine Öffentlichkeitsarbeit und Ausstellung am Sonntag viele interessierte Besucher. Nimm etwas zu trinken mit, denn vom vielen reden bekommt man einen trockenen Hals ;-) . Viel Erfolg
Gruss Harry

Beitrag zum Hornissenschutz im TV

Da hast du recht, ich lege mein Hauptaugenmerk auch auf Information und Beratung. Nichtdestotrotz möchte ich aber auch die Umsiedelei lernen, so für alle Fälle. Danke für deine Info`s.
Wegen der super besuchten Ausstellung mit Workshop habe ich dir eine Mail geschickt. Grüsse, Angelika

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Beitrag zum Hornissenschutz im TV

Das "Umsiedlungsgerät" ist übrigens eine Erfindung von Dr. Billig. Es ist eine Variante der "Gabeltechnik" bei der man eine steife Verstrebung zwischen die Wabenetagen schiebt und das Nest dadurch ohne grössere Hüllenschäden bewegen kann. In diesem Fall sind es Stangen, die in einem speziellen Nistkasten Gegenstücke haben und darauf abgelegt und fixiert werden.
Da die Stangen zwischen den Etagen geführt werden, hält sich der Schaden in Grenzen - allenfalls eine partielle Abdeckung der Zellen ist als Verlust zu beklagen aber das ist leider fast immer bei Umsieldungen die Regel.

Das System hat seine Stärken beim Umsetzen von freihängenden Nestern; muss man das Nest allerdings - wie so oft - scheibchenweise herauspfriemeln, kann man sich auch anders behelfen...

Grüsse
Melanie