Ich habe letzte Woche ein Hornissennest in einem Meisenkasten umgesetzt. Die am Flugloch abgefangenen Hornissen transportierte ich in einer PET-Mineralwasserflasche 1,5 Liter mit eingeschmolzenen Luftlöchern. In einer Flasche waren 15 Tiere, die sich ruhig verhielten. Nach der halbstündigen Fahrt (auf Motorroller) waren die meisten Tiere zusammengekrümmt und bewegten sich nicht. Die Flasche war aufrechtstehend transportiert worden. Temperatur etwas unter 30 °C, keine Sonne. Nach dem Herausschütteln aus der Flasche erholten sich die Tiere rasch. Die Umsetzung ist gelungen. Da ich nicht recht glauben kann, die Tiere hätten sich überhitzt oder zu wenig Luft bekommen, würde ich gern wissen was ich falsch gemacht habe. Oder ist das "mauling"-Verhalten?
Freundliche Grüsse R. Bärtschi
Transport von Hornissen bei der Umsetzung
Imker nennen das "Verbrausen".
Die aufgeregten Tiere führen zu
...vermehrtem CO2-Gehalt
...erhöhter Temperatur
...erhöhter Luftfeuchte
in den Gefässen.
Daher ist es wichtig, dass die Hälterung nur in sehr gut belüfteten Gefässen bei geringer Besetzung erfolgt. Ausserdem das Füttern mit Futterteig nicht vergessen.
Diese Flaschen eignen sich für meinen Geschmack nicht so, weil die Ãffnung so arg klein ist...aber das hängt von Deiner Technik ab.
Die Belüftung kannst Du verbessern, wenn Du den Boden absägst und durch ein Gitter ersetzt.
Melanie
Transport von Hornissen bei der Umsetzung
Danke für die Antwort Melanie.
Da ich Imker bin kenne ich das Verbrausen. Ich glaube aber nicht, dass die Bedingungen dazu gegeben waren. Ich hatte eher den Eindruck, dass die Hornissen (15 oder 16 Tiere) sich "tot" stellten, weil sie am Boden der Flasche zusammengeschüttelt wurden und vielleicht Beissereien vorausgingen. Ich habe die Tiere mit einem transparenten Filmdöschen und einer Kreditkarte (!) abgefangen und von unten in den Flaschenhals laufen lassen, was sehr einfach geht, weil alle Tiere dann nach oben Richtung Licht drängen. Nachteil der Flasche scheint mir, dass die Tiere sich schlecht festhalten können im Innern und sich deshalb viel zu sehr beunruhigen, wenn es rüttelt auf dem Transport. Ich werde nächstes mal die Flaschen liegend transportieren und etwas Futterteig geben, was ich in diesem Fall nicht gemacht habe.
Gruss Rolf
Transport von Hornissen bei der Umsetzung
Ja, füttern ist A und O - die regen sich einfach wahnsinnig auf und ich kenne dieses ZUsammenkrampfen bei der CO2-Begasung...daher tippe ich auf eine Kombination von beidem. Also mehr belüften und füttern - probier mal und berichte!
Grüsse
Melanie
Plastik mit Vorsicht geniessen
möglich ist auch, da CO schwerer als Sauerstoff, ein Effekt wie im Weinkeller -nur so eine kurze Eingebung -
Deine Abfang-Idee zusammen mit Einlaufen-Lassen ist super (Köpfchen !), nur, bei mir wollen die lieben Damen nicht immer nach oben (wie gehofft)
cheers kauhl