Die Gartenhummeln bei mir haben binnen eines Tages einen Großteil der Larven aus dem Nest befördert. Die Mehrzahl der Larven war noch am Leben und an der Aktion habe sich auch die Jungköniginnen beteiligt.
Ich habe noch keine Literatur gefunden, die ein solches Verhalten und die Gründe dafür beschreibt.
Es muss aber einen Grund geben, weshalb die weitere Aufzucht von - höchstwahrscheinlich - Jungköniginnen vermieden werden soll. Nahrungsmangel herrscht jedenfalls keiner.
Könnte es sein, dass sich die Arbeiterinnen mehr um die Jungköniginnen als um die Brut kümmern sollen? Könnte es irgendwie mit den Pheromonen der Altkönigin zu tun haben (die lebt nämlich überraschender weise noch)?
Gruß aus HH
Manfred
Kurios
Hast Du mal geschaut ob da Parasitenbefall vorliegen kann? Irgendwas in dieser Art? Wie schaut es denn mit der Konkurrenz, wollen die Arbeiterinnen schon stiften und einfach nur Platz schaffen? Oder ev. Verlust an Arbeiterinnen - Sturm oder sowas?
Melanie
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Wenig Besonderheiten
Hallo Melanie,
irgendwelche Auffälligkeiten im Nest konnte ich nicht feststellen, außer dass es sehr viel Königinnenbrut für eher wenige Arbeiterinnen gegeben hat. Interessanterweise wurde dieses Jahr auch ein Mischgelege aus Königinnen und Arbeiterinnen nicht aufgelöst (normalerweise werden nach meinen Beobachtungen die Larven der Arbeiterinnen entfernt), sondern es sind zuerst noch einige Arbeiterinnen und knapp eine Woche später dann Königinnen geschlüpft. Besonders war dieses Jahr eben, dass die Arbeiterinnen bis auf den ersten Schlupf alle sehr groß waren.
Parasiten hat es auch, außer den üblichen wie Milben, Kellerasseln, Tausendfüßler, Fliegen... nicht gegeben.
Bald werden die letzten Jungköniginnen den Staat verlassen und ich bin gespannt, ob sich das Sozialverhalten der restlichen Arbeiterinnen untereinander dann, wie in den letzten Jahren, grundlegend verändert.
Gruss aus HH Manfred