orientalische Mörtelwespe baut Nester in Schublade

Hallo,
ich brauche ein wenig Beratung...heute habe ich die ganze Zeit mein Küchenfenster offen gelassen und musste nach 4 Stunden feststellen, dass eine Pillenwespe angefangen hat in einer Küchenschublade (unbehandeltes Kiefernholz) ein Nest zu bauen. Ich brauche die Schublade nicht oft und habe mir gedacht, dass ich sie einfach bauen lasse...
aber ein paar Bedenken hab ich dann doch...irgendwann will ich mein Fenster auch wieder schließen..wann ist sie fertig damit? Wird sie meine Schublade verdrecken? Baut sie mehere Nester die sie dann alle auf einmal befüllt, oder fertigt sie eines an, befüllt es und fängt dann erst mit dem nächsten an?
Würde mich auf Antworten freuen
Gruß Aneli

admin's picture

Mach doch mal ein paar Bilder...

...und mail sie mir (webmasterAT..) - das fände ich mal spannend und ungewöhnlich. Sicher daß es eine Pillenwespe und nicht grad Sceliphron curvatum ist?
Aber zum Problem zurückkommend: Eigentlich kannst Du sie machen lassen denn es dauert nicht sehr lange. Die leben ja nur kurz und so bauen sie sehr zügig an so einem Nestchen und dann ist die Sache schon vorbei. Allerdings besteht das Problem, daß Deine Küche vermutlich im Winter zu warm wird und dann schlüpft die Brut vorzeitig. Auch nicht grad toll. Kann man nur verhindern wenn man die Schublade leerräumt und dann geschützt samt Brut nach draußen stellt.
Verschmutzen tun sie nichts; eben nur diese kleinen Tontöpfchen....
Also Du siehst - als "Wespenvater und -mutter" hast Du dann auch echte Verantwortung!

Grüße
Melanie
- Webmaster von www.hymenoptera.de -

Sceliphron curvatum (orientalische Mörtelwespe)

Hallo,
danke für deine hilfreiche Antwort :)
Du hast recht, es muss sich um eine Sceliphron curvatum (orientalische Mörtelwespe) handeln... weiß nicht nicht wieso, aber das Bilderhochladen klappt nicht...
Auf jeden Fall baut sie auch diese länglichen Tönnchen, sieht so aus wie die Sceliphron curvatum die man hier auf den Fotos sehen kann und außerdem scheint es für diese Art, wie ich gelesen habe, typisch zu sein an den "unmöglichsten" Stellen wie Klamotten, Bücherrücken, Vorhängen und sonstigen Dingen im Haus ihre Nester zu bauen... hauptsache trocken.
Ich denke, ich lasse sie weiterbauen und versuche danach sehr vorsichtig, die Tönnchen zu entfernen (bisher ist es nur ein Tönnchen mit einer Spinne drin). Wenn die Sache zu heikel ist, stelle ich die gesamte Schublade in den Keller. Der ist unbeheizt und bietet im Winter trotzdem Schutz vor sehr tiefen Temperaturen. Außerdem ist da ein Fenster drin durch das sie ins Freie gelangen können.
Habe auch gelesen, dass diese Wespe hier eigentlich nicht heimisch ist und ihre Brut mit Spinnen versorgt...schon schade um die Spinnen..aber ich glaube nicht, dass die paar orientalischen Mörtelwespen einer Spinnenpopulation gefährlich werden könnten.
Gruß, Aneli