Wachsmotten und B401 etc.

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Hallo Melanie (und andere die mit Btx arbeiten),

wann fangt ihr an, eure Völker regelmässig zu kontrollieren und wie geht ihr vor?
Ab ca. Mitte Mai fliegen ja unsere netten Wachsmotten wieder, da heisst es wachsam sein. Also habe ich mein Steinhummelvolk-1, bei dem schon Arbeiterinnen unterwegs sind, heute mal oberflächlich kontrolliert. Das Problem ist, wenn ich das gründlich machen möchte, dann muss ich ja sehr viel vom Nestbereich vollständig abdecken. Die neuen Zwergarbeiterinnen waren dementsprechend desorientiert, strömten aus dem "Loch" in der Wolle heraus (ohne allerdings zu fliegen) und ich hatte Befüchtungen, dass einige zum ersten Mal abheben und dann vielleicht ihren Orientierungsflug verpassen und nicht zurück finden. Im Moment sind es ja noch nicht allzu viele Arbeiterinnen, da möchte ich natürlich keine verlieren. Wahrscheinlich müsste man den Kasten wohl dann ein paar Minuten offen stehen lassen.
Der Stress für die Tiere war aber offensichtlich. Bei Hornissen kann ich solche Dinge in ähnlichen Situationen besser einschätzen, bei Hummeln fehlt mir die Erfahrung.

:?: Daher die Frage: Ab wann kontrolliert ihr wie oft und wie gründlich?

Bei dem Kasten dieses Volkes ist eine Behandlung mit Btx ohnehin die beste Lösung, da es sich um eine alte, umgebaute Munitionskiste handelt, die ich übernommen habe und die nicht mehr völlig dicht ist.

Wachsmotten und B401 etc.

Hallo Frank,
wann wie und wo ist bei Bacillus thuringiensis spritzen ist immer so eine Gefühlssache.
Einerseits will man das Nest nicht unnötig auseinanderbrechen und den Hummelfrieden stören, anderseits möchte man nicht, das das Nest von den Wachsmottenmaden zerstört wird.
Bei begründetem Verdacht, solltest Du Dir einen warmen Sommertag dazu aussuchen, da Du dieses für Hummeln ungefähriche Fressgift direkt auf die Waben spritzen musst. Damit sich kein Schimmel bildet, sollte die Feuchtigkeit verdunsten können. Das heisst, das Nest sollte schon einige Zeit offen bleiben. Arbeiterinnen die das Nest noch nie von aussen gesehen haben und abfliegen, können bei so einer Aktion verloren gehen.
Da die Maden im "Jungstadium" bekämpft werden sollen ist die Sichtkontrolle wichtig. Maden sitzen oft unter dem Nest. Ein Karton an dem die Seiten abgeklappt werden können, wäre von Vorteil, da man auf diese Weise das Nest schon mal von unten und den Seiten kontrollieren kann ohne es von oben her auseinanderzubrechen.
Bei Verdacht (wenig Flugaktivität....Ermessenssache) handeln.

Gruss Harry

Wachsmotten und B401 etc.

Hallo Frank,

ich mache das nach Gefühl und Wellenschlag, aber erst wenn genug Arbeiterinnen da sind um die Spritzbrühe rasch von den Larven und Kokons zu beseitigen.
Wie Harry schon sagt, sollte die Behandlung nur bei sonnigen und warmen Wetter durchgeführt werden, damit das Nest abtrocknet und sich kein Schimmel bildet bzw. die Luftfeuchtigkeit zu sehr ansteigt.
Bei Kästen, die bis auf das Flugloch dicht sind, ist bei Acker- und Gartenhummeln meist überhaupt keine Behandlung nötig, da die Wachsmotten die Nester nicht finden. Bei deiner Munitionskiste würde ich gar nicht gross kontrollieren, sondern Btx vorbeugend Ende Mai / Anfang Juni und dann noch einmal Ende Juni anwenden. Sobald die ersten Jungköniginnen da sind, kann man die Behandlung einstellen.

Wachsmotten und B401 etc.

Hallo!
Könnte es auch sein, dass die Volksgrösse der Hummeln durch den späten Frühling dieses Jahr noch so gering ist, dass Wachsmotten sie nicht so leicht finden? Dann hätte der Entwicklungsrückstand wenigstens einen Vorteil.

Ansonsten tut es einem in der Seele weh: Die Akeleien blühen was das Zeug hält, und kaum Hummeln zum Bestäuben. :cry:

Viele Grüsse
Elke

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Wachsmotten und B401 etc.

leider scheinen völker in nistkästen leichter wachsmottenopfer zu werden als "naturvölker" und tatsächlich scheinen gerade grosse völker eher befallen zu werden wie kleine. allerdings fliegen die wachsmotten lang genug und so werden auch später entwickelte völker noch ihr opfer werden. ich fange so ab juni an und so alle drei bis vier wochen eine dosis. da die Hummeln das wachs recyceln und verbreiten sollte der schutz recht langlebig sein. habe das aber empirisch noch nie getestet.
es braucht aber wirklich nur wenig, bitte nicht das nest tränken und danach eine weile offen abdampfen lassen. dann finden auch die aufgeschreckten jungtiere wieder heim.

melanie

B 401

Hallo an alle,
ist es möglich oder Sinnvoll zu Beginn, wenn ich die Hummelkästen aufstelle, eine Dosis B401 mit einzubringen?
Wie lange lebt denn das Bazillus?

Fritz

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Leider nicht...

...das B401 muss direkt auf die Waben. Es wird dann im Wachskreislauf verteilt und kann nur dann von den Raupen mit verzehrt werden. In der Wolle nuetzt es nichts. Man kann auch (biliger und langlebiger) auf pulverfermige Spritzmittel (gegen Apfelwickler, von Neudorff) zurueckgreifen.

Melanie
- Webmaster von www.hymenoptera.de -

Wachsmotten

hatte dieses Jahr schon sehr früh 2 WM im Hummelkasten. Zum Glück 2 Tage später sehr warm und sofort mit wenig aber höher als beschriebener Konzentration (Neudorff Raupenfrei Xentari 2,99€) auf offen gelegtes Wachs gesprüht. Etwas Lösung auch in Futterschale gegeben. Jetzt 2 Monate später hat sich das Volk prima entwickelt und ich warte auf nächsten heißen Tag.
Pulver ist Trägerstoff für Sporen. Diese haften dann am Wachs und wo auch immer und werden von WMraupen gefressen. Jetzt "schlüpfen" Bakterien und beginnen ihre zerstörerische Arbeit.
Um Nest mit dieser Aktion nicht zu sehr zu stören, versuche ich immer mit so wenig Wolle und Streu wie möglich Nestgründungen zu erreichen. Nest von Steinhummeln sieht z.B. aus wie, Entschuldigung, ein Kuhfladen. Wenn es heiß wird öffnen die Hummeln zur besseren Belüftung gar selbständig die Wachsdecke und ich muß nur noch reinsprühen.

Kuhfladen oder Nest der

Kuhfladen oder Nest der Steinhummel: Wachsbau ragt aus dem Streumaterial herausKuhfladen oder Nest der Steinhummel: Wachsbau ragt aus dem Streumaterial heraus

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Tolles Foto!

Und so ganz ohne Polsterwolle? Das hat bei der Besiedlung geklappt?

Melanie
- Webmaster von www.hymenoptera.de -

Polsterwolle

hatte den eigentlichen Nistraum mit Styroporplatten auf ca. 100-150 cm² eingeengt, 5 cm hoch Streu und eine Faust großes Wollnest angelegt und dann wahrscheinlich eine Rückkehrerin vom letzten Jahr angelockt.
Die Styroporplatten hab ich nach und nach herausgenommen.
Schön ist, daß die Hummeln das Einbahnstraßensystem (ein Gang raus und einer für rein, jeweils mit Verschlußdeckel gegen die Motten) angenommen haben und die ersten Prinzessinen mithelfen. Da könnte es nächstes Jahr wieder klappen...