Einheimische Hummelarten durch Zuchthummeln bedroht? U.S.-Naturschützer fordern Importverbot!

admin's picture

In der Washington Post vom 31.1.2010 wurde berichtet, daß US-amerikanische Naturschutzorganisationen darauf hingewiesen haben, daß die dort heimischen Hummelarten inzwischen fast ausgestorben sein. Sie führen dies auf den massenhaften Import der zu Bestäubungszwecken gezüchteten Hummelvölker zurück und fordern nun eine Regulation des Importes.
Wissenschaftler mutmaßen daß der beobachtete Rückgang auf Krankheiten zurückzuführen ist, die die importierten Völker mitbringen und beim Bestäubungsflug an Erdbeeren und Blaubeeren verbreiten. Die Xerces Society weist darauf hin, daß selbst einst sehr häufige Arten inzwischen am Rande des Aussterbens stehen.
In den östlichen Landesteilen sind die Bestände der "Gelbbandhummel" (yellow-banded bumblebee) und der rusty-patched Hummel deutlich zurückgegangen; die in den westlichen Landesteilen vorhandenen Populationen der "Franklin-Hummel" und der "Westlichen Hummel" zusammengebrochen.

Die Xerces Society, the Defenders of Wildlife and the Natural Resources Defense Council hat die für die Importe zuständige Behörde, die Agriculture Department's Animal and Plant Health Inspection Service, aufgefordert, den Freilandeinsatz dieser Zuchthummeln zu verbieten und die Züchter aufzufordern, Nachweise zu erbringen, daß ihre Hummeln gesund seien.

René Ruiter, Sprecher für Koppert Biological Systems in Romulus, Mich.; einem der größten Hummelzüchter, erklärte, daß die Völker keine Krankheiten hätten und daß es nicht schwer sei, diesen Nachweis zu erbringen

Mehr zu diesem Thema auf der Xerces-Homepage unter http://www.xerces.org/bumblebees/ (auf englisch) - vielen Dank an Bernhard für diesen Hinweis!