Tatsächlich waren die Fallen ungeahnt attraktiv - neben Honigbienen und Hornissen fanden viele andere Tiere den Weg in die Fallen und (im Falle der kleineren Arten) den Weg in den Tod. Selbst die Wespenkönigin überlebte den Fang (trotz ordnungsgemäßer Befüllung) nicht. Offenbar imitiert das Produkt eine Futterquelle für eine Vielzahl von Insekten und ist daher lange nicht so "spezifisch" wie gewünscht. Es ist daher für den deutschen Markt in der momentanen Fassung nicht zulässig, da es unspezifisch auch besonders geschützte Arten wie die Hornisse zu fangen vermag. Der Hersteller will jedoch durch Änderungen an der Falle diese Probleme beseitigen. Dies wird jedoch die Problematik des "kleinervolumigen Beifangs" (insbesondere von Honigbienen) kaum beeinflussen. Es bleibt sicherlich die Frage, ob selbst der effektive Fang von Wespenköniginnen eine effiziente Methode ist, die Zahl der Nestgründungen in einem Gebiet zu reduzieren und ob die Benutzer wirklich bereit sind, die gefangenen Tiere täglich mehrere Kilometer weit weg zu transportieren um sie dort frei zu lassen (zumal viele vermutlich eine starke Berührungsangst vor den Tieren haben und sicherlich kaum bereit sind, die ev. durch die Gefangenschaft gereizten Tiere frei zu lassen). Zwar gebührt dem Konzept die Ehre, den wohl ersten Versuch einer "Lebendfalle" für diese Insekten darzustellen - die Realität der Anwendung wird aber dem an sich lobenswerten Gedanken schnell torpedieren. Angesichts des Preises von z.Z. fast 50 € (Bestellung über die Niederlande) dürfte es jedoch wohl nur bei wirklich "schweren Fällen" zur Anwendung kommen; eine Anwendung in Deutschland ist jedoch aufgrund des besonderen Artenschutzes der Hornisse und die Möglichkeit des Beifanges nicht zulässig.
Es kann vermutet werden, daß die Lockstoffe auch auf Arbeiterinnen von Wespen und Hornissen wirken was in einem zweiten Test zur Sommerzeit geprüft werden soll. In der Bedienungsanleitung wird leider auch der Einsatzzeitraum nicht benannt noch die Biologie der Tiere erklärt so daß hier noch nicht der Eindruck entsteht, man wolle die Tiere wirklich schonen. Aber auch hier gelobt der Hersteller Besserung...
Weitere Informationen: http://www.waspgo.com
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