Diese Solitärbiene - früher als Osmia rufa (Rote Mauerbiene) bekannt - ist wohl die verbreiteste Art. Selbst im Innenstadtbereich kann man auf diese kleine Biene stoßen. Die Männchen mit dem gelben Gesichtspuschel (Bild) sind früh im Jahr aktiv und schwirren "nervös" vor Niststätten. Dies können Ritzen und Spalten aller Art sein - von Reetdächern über Windspielen oder über Schraubenlöcher wie Bohrungen in Fensterrahmen. Sie suchen die Weibchen, mit denen sie sich kurz nach dem Schlupf paaren. Die Weibchen bestücken dann die Brutrohren nach kurzem Putzen neu - mit Pollen und Eiern, die in einzelnen Kammern hintereinander eingelagert werden. Nach ca. 4 Wochen stirbt das Weibchen - die Brut bleibt sich selbst überlassen hinter einer festen Lehmkruste. Dort wird sich bis ins nächste Jahr hinein entwickeln und erst dann wieder schlüpfen.
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