Beobachtungsnistkästen ermöglichen einen fesselnden Blick in die Kinderstube der solitären Wildbienen. Hier eine typische Brutzelle der Roten Mauerbiene (Osmai bicornis). Bei der Gehörnten Mauerbiene (Osmia cornuta) ist das Ei frei von Pollen und der Pollen ist deutlich feuchter. (Die Rote Mauerbiene streift nach der Eiablage den restlichen Pollen aus der Bauchbürste ab, dabei werden die Eier mit dem Pollen bepudert):
B = Innenraum der Brutzelle
P = Pollen-Nektar-Gemisch
E = Stiftförmiges Ei
T = Trennwände aus Lehm
Die Rote Mauerbiene sammelt Pollen bei 18 verschiedenen Pflanzenfamilien, zum Teil sogar an windblütigen Bäumen wie der Hainbuche. Innerhalb von 3-4 Wochen verzehrt die Larve den gesamten Pollen und spinnt anschließend einen Kokon. Nach einer zweiwöchigen Ruhephase verpuppt sich die Larve. Schon im August sind die Bienen in den Kokons komplett fertig entwickelt und überwintern so.
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