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Benutzung, Hinweise, Gliederung
Teil 2 - Nistkasten für Hummeln: |
In machen Faltblättern oder Büchern finden sich Vorschläge wie diese:

Umgekehrte, eingegrabene Blumentöpfe laufen bei Regen voll (und werden so auch nicht gerne angenommen) - die Hummeln können hier ertrinken !
Auch unterirdische Kästen sind unpraktisch: auch sie können volllaufen und sind schwer zu überwachen und zu reinigen.
Beide Konzepte versuchen, dem Niststandort der Erdhummel (Bombus terrestris) nahezukommen: Ein unterirdischer Nistplatz wie in einem verlassenen Mäusenest. Jedoch sind diese in saugfähiger Erde und schließen das Nest nicht hermetisch ein - mit dieser Art von Nisthilfen ertränkt man das Hummelvolk eher.
Davon unberührt bleiben natürlich Ideen wie z.B. beim Bau einer Trockenmauer gezielt Hohlräume mit einzubauen um dies als Nistort für Insekten, Kleinsäuger o.ä. zu erschließen.
Geeigneter sind dagegen diese Modelle:


Es ist dem Modell Schwegler nachempfunden. Es ist zum Ansiedeln weniger geeignet; bietet sich aber zur Aufnahme nach der Nestumsetzung an.
Rechts daneben ein Blumentopf - dieser wird jedoch überirdisch aufgestellt.
Damit wurden gute Erfahrungen gemacht; jedoch ist er für viele Arten zu
klein. Ebenfalls möglich ist die "Hummelburg" der Firma Denk-Keramik.
Dieser bietet als Ton-Nisthilfe eine gute Klimatisierung; allerdings ist er
relativ klein so daß er entsprechenden Arten (Acker-, Garten- oder Wiesenhummeln)
vorbehalten bleiben sollte.
Den Bauplan inkl. Bauanleitung für einen
Nistkasten nach Münden finden sie unter "Downloads".
Als Materialien sollten Sie natürliche Werkstoffe bevorzugen (Holz, Pappe, etc.). Verwittertes Material ist oft attraktiver für Hummeln als die geruchlich offenbar aversiven Styropore oder Lacke. Styroporboxen eignen sich gut zum Einsetzen umzusetzender Nester; sollten aber zur Einsiedlung von Königinnen über längere Zeit im Freien stehengelassen werden. Erst dann kann mit Einsiedlungserfolgen gerechnet werden. Glas ist generell ungeeignet.
Bitte besuchen Sie dazu auch unsere Bildergalerie:
"Einrichtung
eines Hummelnistkastens".
Den meisten Hummeln ist das Äußere ganz egal - was jedoch stimmen
muß, ist die Einrichtung. Zur Nestgründung braucht die Königin
einen kleinen Nestraum, den sie leicht überwachen und vor allem warm halten
kann. Daher ist ein Deckkasten (ca. 15 x 15 cm,x 15 cm) für einen Ansiedlungserfolg
sehr förderlich.
Zur Polsterung ist Polsterwolle; auch in Kombination mit trockenem Moos, gut
geeignet. Auch Kapok, ein Pflanzenfaser, ist möglich - absolut ungeeignet
sind Viskose- oder Baumwollwatte, Glaswolle oder Filterwatte (Aquaristikbedarf)
- die Tiere können sich darin verstricken und die Materialien fallen bei
Feuchte zusammen, verklumpen und isolieren dann nicht mehr. Das Füllmaterial
darf nicht mit Insektiziden o. ä. behandelt sein.
Für den Einsiedlungserfolg ist auch die Länge des Laufganges bedeutsam.
Oberirdisch nistende Arten wie Acker-, Baum- und Gartenhummel ziehen kurze Laufgänge
(5 - 10 cm) vor; Stein- und Erdhummel mögen eher lange Laufgänge (15
- 20 cm). Mehr dazu unter "Ansiedeln von Hummeln".
Auch der Innendurchmesser sollte stimmen; er sollte um 2 cm liegen. Manche Hummelfreunde
berichteten über Mäusebesuch in ihren Kästen und ziehen daher
kleinere Durchmesser (1,5 cm) vor.
Wer Hummelarten pflegt, die gute Rückkehrer sind (siehe dazu weiter unten
und in den einzelnen Artenbeschreibungen), kann durch mehrere, gleichgestaltete
Kästen allen rückkehrenden Königinnen ein Heim bieten.
Im Norden Deutschlands kann man Mitte März mit den ersten Königinnen rechnen; zuerst tauchen Acker- und Erdhummeln auf, denen Stein- und Baumhummeln folgen. Im Süden Deutschlands erscheinen die Königinnen meist früher - auch die Artenabfolge kann variieren. Zur Equilibrierung empfiehlt es sich, den Kasten bereits vor diesem Termin einzurichten und aufzustellen.
Wie geht es weiter ?Lesen Sie hierzu mehr in den Bereichen "Ansiedlung von Hummeln" und "Pflege von Hummeln".
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