Positionspapier des TRNS sorgt für Aufruhr: Wespenbekämpfung durch Schädlingsbekämpfer genehmigungspflichtig?

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Auf dem diesjährigen Norddeutschen Wespenberatertreffen (5.12.2009 auf Gut Sunder bei Celle) war bei den über 60 Teilnehmern ein Papier des Ständigen Ausschusses des DSV (Deutscher Schädlingsbekämpfer-Verband e.V.) für technische Normen in der Schädlingsbekämpfung (TRNS) das Thema.
Das Positionspapier, erschienen in der Ausgabe 11/2009 des Verbandsorgans "Der Praktische Schädlingsbekämpfer", kann unter http://www.schaedlings.net/go/B75EDCE82B3E9DFD21E74366BDDEA868/?and_uuid=A350AA7F199930F284238702A134FF29 nachgelesen werden.

Auslöser für das Papier war eine Entscheidung des Landkreises Emsland, die Abtötung von Wespenvölkern grundsätzlich durch ehrenamtlich bestellte Wespenberater prüfen zu lassen - die Wespenbekämpfung wurde damit ähnlich der Hornissenbekämpfung einer externen Prüfungspflicht unterworfen. Ein Schädlingsbekämpfer, der sich dazu beim Landkreis erkundigte, wurde mit dem Verweis auf § 35 Abs. 1 des Niedersächsischen Naturschutzgesetzes, nach dem es verboten sei, wildlebende Tiere unnötig zu beunruhigen, zu fangen, zu verletzen oder zu töten, zurückgewiesen. Daraufhin fühlte sich der TRNS berufen, das Thema aufzugreifen.
In dem Papier wird diese Prüfungspflicht mit dem Vergleich zurückgewiesen, daß man damit jedes Erschlagen von Mücken genehmigen lassen müßte. Das überspitzt formulierte Papier mündet in der Kernaussage:

"Der geprüfte Schädlingsbekämpfer ist eo ipso sachkundig und kann die Gefahrenlage selbst ohne Beschau durch Dritte einschätzen. Vom Bürger angerufen, fährt der Schädlingsbekämpfer zu ihm hin, überprüft Haus und Grundstück bestimmt die Wespenarten und die Bedrohungslage, die der Bürger empfindet. Ist Letzteres gegeben, beseitigt er das Nest, wenn es sich nicht um besonders geschützte Wespenarten handelt."

Daher unsere neue Umfrage nach Ihrer Meinung - machen Sie mit unter http://www.hymenoptera.de/html/UmfrageBeratungspflicht und kommentieren Sie (als angemeldeter Benutzer) unten anstehend dieses Papier - wie sehen Sie das? Wir sind auf Ihr Feedback gespannt!

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Weitere Themen des Treffens waren u.a. die Vespa velutina, die tropische Hornissenart, die in 2009 auch erstmals in Paris entdeckt worden sein soll und die damit vor unserer Haustür steht. Allerdings wurde dabei auch deutlich, daß die angebliche Gefährdung der Honigbienen durch diese Hornissenart offenbar nicht gegeben ist. Interessant war in diesem Zusammenhang auch, daß die massive Expansion der Art offenbar gebremst verläuft und sie im Kernbereich inzwischen eine stark verkleinerte Population aufweist. Offenbar haben Predatoren diese Art inzwischen in die Grenzen gewiesen; das massive Bekämpfen der Art scheint dahingegen diese Art nicht mehr ausrotten zu können. Ein neuer Hornissenumsiedlungskasten mit untenliegendem Saugkasten stieß auf reges Interesse; auch die Frage nach der Populationsgröße der Deutschen Wespe wurde rege diskutiert. Hier scheinen viele Umsiedler den Eindruck zu haben, daß diese Art massiv zurückgegangen sei.
Sehr spannend waren auch die Vorstellungen verschiedener Beraternetzwerke und deren Organsiationsform. Ein nachgestelltes Beratungsgespräch zweier Hamburger Berater führte zu großer Heiterkeit da wohl viele Berater diese oder ähnliche Situationen wiedererkannten. Der Veranstaltungsort Gut Sunder bei Celle präsentierte zudem erste Bilder aus dem neuen Kameraprojekt mit dem u.a. ein Hornissennest rund um die Uhr mit einer Full-HD-Kamera dokumentiert wurde.

Kurzum eine wieder sehr schöne und anregende Veranstaltung die auch 2010 fortgesetzt werden soll!

Kommentare

imkererich's picture

Positionspapier des TRNS

imkererich

Ameisen kann man vergrämen, Stechmücken werden einzeln erschlagen, bei Wespen werden immer tausende oder gar 10tausende auf einmal vernichtet. Selbst im Fernsehen wird demonstriert wie ein ausgebildeter Schädlingsbekämfer z.B. bei der Mittleren Wespe von der Sächsischen spricht, ohne weitere Erklärungen aus 3m Entfernung Insektizid aufsprüht, sein Honorar kassiert und sich zum nächsten Einsatz verabschiedet.
Es ist furchtbar!! wie mit diesen "Lebewesen" umgegangen wird. Oft wird selbst bei Hornissen keine Rücksicht genommen. Es geht halt um das Verdienen.
Bei meinen ca. 50 Beratungen pro Jahr, gelingt es mir in 90% aller Fälle die Bürger vom Nutzen und der Harmlosigkeit der Tiere zu überzeugen. Nur bei max. 10 Fällen kommt es dann zum Bau von Umleitungen der Anflugrichtung oder gar zu Umsiedlungen. Die zuvor evtl. empfundene Bedrohungslage kann durch anschauliches Erklären, Tun und Vormachen fast immer entspannt werden.

Man müsste verlangen, dass ein Umsiedler oder Berater als Erster das Nest begutachtet und den/die besorgten Bürger berät. Wenn dann dennoch eine Abtötung erforderlich ist kommt der Fachmann zum Zuge, aber erst dann!!

Beste Grüße und hoffentlich Erfolg

Erich Selzer
Imker
Wiesenau 29
61137 Schöneck
06187 5288
www.imkerei-selzer.de

Positionspapier des TRNS

Eine Prüfung jedes Einzelfalls durch ehrenamtliche Berater wäre hier in Hamburg zur Hochsaison der Gemeinen Wespe überhaupt nicht leistbar. Selbst die hauptamtlichen Mitarbeiter der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, welche die erste Anlaufstelle für ratsuchende Bürger darstellen, sind in dieser Zeit stark überlastet. Wollte man eine Pflichtberatung einführen, so wären hierfür bezahlte Berater erforderlich.
Ich bin der Meinung, dass Schädlingsbekämpfer jeden Einsatz mit Fotos dokumentieren müssen und diese Dokumentation anschließend geprüft wird. Eine solche Dokumentationspflicht hätte einen gewissen Abschreckungseffekt und würde aus meiner Sicht unnötige Vernichtungen eindämmen.
In Einzelfällen ist es mir auch schon untergekommen, dass ein Schädlingsbekämpfer mich als Berater gerufen hat, da er eine Nestbeseitigung für nicht erforderlich gehalten hat.

Gruss aus HH
Manfred

Also meine, natürlich unmassgebliche Meinung:

Ich bin jetzt mittlerweile 30 Jahre als Schädlingsbekämpfer tätig, weiß wie gerne "ehrenamtliche" Berater unsere Arbeit übernehmen würden, weil Sie denken, nach ein paar Jahren allgemeinen Biologiestudiums wären Sie als Akademiker viel bessere Schädlingsbekämpfer als wir, die wir nach mehrjähriger Ausbildung unseren Job in millionenfachen Einsätzen art- und fachgerecht durchführen... Wir wissen besser als jeder angebliche Berater, wann wir was zu tun haben... Naturschutz in allen Ehren, ich selbst bin dort sehr engagiert, liebe Melanie, du kennst mich gut genug, denke ich, aber Schuster, bleib bei deinen Leisten... Die "ehrenamtlichen" Berater dürfen uns gerne fortbilden, da hat kein Schädlingsbekämpfer was dagegen, wir lernen schließlich nach 30 Jahren immer wieder etwas Neues, aber masst euch bitte nicht an, uns als mordende Dussel hinzustellen, die sind wir ganz und gar nicht.... Und zur Rolle der Medien und den gewünschten Sensationsmeldungen muß ich wohl hier nix schreiben...

Als Marktlücke für Seerobbenbiologen ist der Spielplatz Schädlingsbekämpfung kein guter...

So... ich meine das nicht ganz so ernst, wie geschrieben, aber ohne Schädlingsbekämpfer wäre die Bundesrepublik ziemlich arm dran...

Lutz Backhaus

Postionspapier

Hallo zusammen
Ich habe die Beiträge zu diesem Thema wiederholt gelesen und bin erstaunt über die Widersprüche.
Das es in Norddeutschland ein Wespenberatertreffen gibt, ist erfreulich. Da sind wie hier im Süden noch weit davon entfernt.
Die Ausführungen von Erich Selzer entsprechen meinen Vorstellungen.
Der nicht so Ernst gemeinte Beitrag von Lutz Backhaus beinhaltet die eigentliche Diskrepanz.
Darf ich kurz unsere Situation der Zusammenarbeit mit dem Desinfektor oder wie oben bezeichnet "Schädlingsbekämpfer" dastellen.
Unser Beraternetz besteht seit 7 Jahern mit derzeit 47 geschulten Beratern die alle ehrenamtlich für die Naturschutzbehörde arbeiten.
Den Desinfektor, von der IHK geprüft und zugelassen, haben wir zu unserer jährlichen Fortbildung als Referenten eingeladen. Seitdem ziehen wir am gleichen Strang und auch in die gleiche Richtung.
Der ist heilfroh, dass er nicht zu den oft hysterischen Menschen gehen muß und dabei von seiner eigentlichen Arbeit abgehalten wird. Es ist sogar so, dass er nur von uns bzw. der Behörde einen Auftrag zur Abtötung eines Wespen oder Hornissen Nest annimmt, weil er dann genau weis, dass zuvor von den Beratern jede Möglichkeit ausgeschöpft wurde.
Was ich mir vom TRNS wünschen würde, wäre ein Aufschrei gegen den freien Verkauf von Insektensprays
in Supermärkten und ein gerichtliches Vorgehen gegen die Sensationsmeldungen in den Medien. Die dort gezeigten "Schädlingsbekämpfer" sind Pfuscher und bringen Euren Berufstand in Verruf.
Soweit meine Meinung dazu.
Ich wünsche Euch ein schönes Weihnachtsfest und ein gesundes Neues Jahr.
crabro

Positionspapier

Hallo,
ich leite den NABU Arbeitskreis Hornissenschutz im Oberbergischen Kreis. Grundsätzlich befürworte ich eine Beratungspflicht vor der Vernichtung eines Nestes. Nur - das wird für manche(n) Berater(in) nicht leistbar sein. Ich hatte in diesem Jahr rund 70 Beratungen nur zu Wespen, und das ohne die Beratungen meiner MitstreiterInnen mitzuzählen. Ich vernichte kein Wespennest.
Nach meinem Erlebnis in diesem Sommer mit einem Schädlingsbekämpfer, welcher kurz vor mir einen Honigbienenschwarm erreichte und diesen bereits mit der Giftspritze "beglückt" hatte und mir etwas von akuter Lebensgefahr vorfaselte, habe ich mich entschlossen, für UmsiedlerInnen und vor allem für SchädlingsbekämpferInnen
ein Fortbildungsseminar (13.3.2010) zu organisieren. Ein Schwerpunkt wird die Bestimmung der unterschiedlichen Wespenarten und deren jeweilige Biologie sein. Die Referenten sind Dr. Melanie von Orlow (diese Internetseite) und Peter Tauchert (www.aktion-wespenschutz.de).
Mein Fazit: SchädlingskämpferInnen sollten in punktueller Zusammensarbeit mit den BeraterInnen tätig sein dürfen, aber n u r wenn sie einen entsprechenden Fortbildungsnachweis vorlegen können. Sie sollten auch jeden Fall dokumentieren müssen.
Ich denke, es gibt viele gewissenhafte SchädlingsbekämpferInnen, aber leider auch, wie oben beschrieben, etliche schwarze Schafe.
Angelika Leistikow

TRNS der Schädlingsbekämpfer

Liebe Wespenfreunde und Kollegen der Schädlingsbekämpferbranche,

auch ich möchte ein paar Zeilen zum Thema verfassen und kann hierzu beide Seiten der Gesinnung beleuchten. Ich selbst bin Schädlingsbekämpfer und habe hierfür 2008 die berufliche Prüfung nach zweijähriger Umschulung mit Erfolg abgeschlossen. Meine Fachlich Relevanten Berufsbildungen erwarb ich an der Hochburg für die Schädlingsbekämpfung in Kempen am Niederrhein. Zwei Jahre lang in einem Schädlingsbekämpfungsbetrieb tätig, habe ich die Wirklichkeit (zmindest für meine kleine Welt) erlebt. Während meiner gesamten Ausbildung versuchte ich vergeblich an sämtlichen Schulungsinstituten (Desinfektoren & Schädlingsbekämpfer) die Sachkunde für das Umsiedeln von Hornissen zu erlangen. Immer wieder wurden meine gebuchten Lehrgänge hierzu wegen mangels an Beteiligung abgesagt.
Selbst in der Hochburg wurden während der gesmaten Schulung die Hornissen und Wespen nur kurz (und in keinsterweise ausreichend) behandelt. Da Sie ja genau genommen keine Schädlinge sind. Ferner wenn wir darüber diskutieren muss der einen Seite (Schützerseite) klar sein, das der anderen Seite (Schädlingsbekämpfer) ein Saisongeschäft der Sonderklasse am Herzen liegt. Das sind Geldeinnahmen die man pro Tag nicht mehr zählen möchte. Allein ein Ein Mann Betrieb erzählte mir von 8 Wespennestern, die er mal eben auf einer Servicefahrt mitnimmt. Ist jedem klar was hier passiert oder. Dafür werden dann ca. 800,00 € nebenbei fällig bei einem chemischen Mitteleinsatz von ca. 30 - 40 €. Sicher stößt das den Kollegen auf, aber wer ehrlich ist weiß das. Nur wenige werden die Zeit haben um vor Ort anderst entscheiden zu können als abzutöten. Selbst ich tu mir als Selbständiger und kleiner Fachbetreib manchmal schwer das ein oder andere Volk der Deutschen oder Gemeinen, welches noch vielleicht zu retten wäre unter all dem Druck (Zeit, Geld und Kunde) zu schützen. Erst und einzigst meine Überlegung während meiner Umschulung brachte mich zum Umdenken. Erst aber der Kontakt zu Herrn Peter Tauchert und Frau Leistikow ermöglichte es mir in ca. 500km Entfernung ein Seminar zu belegen. Während andere Institute dafür richtig Geld wollten bekam ich es hier beim Nabu Obernberg kostenlos. Selbst die Schädlingsbekämpfer mit Sachkunde brauchen diese meiner bescheidenen Meinung nach nur um vor Behörden und Kunden seriös dazustehen, so wie ich auch. Heute gilt mein Herz als eigener Chef dem Wespen und Hornissenschutz so gut es geht. Manchmal muss man den Schatten überspringen und ein Zwiespältiges Verhältnis eingehen. Ich könnte viel erzählen auch über Behörden Willkür und vorätzliche Blindheit wo Schutz und Hilfe benötigt oder verstöße verschwiegen werden. Das ist die Welt-liebe Naturschutzfreunde. Die Lobby der SBK`s ist sehr stark, vor allem beim Saisongeschäft. Es stellt sich die Frage: Wann Bitte herrscht denn tatsächlich Gefahr für Leib und Leben von Menschen beim Vorkommen von Wespen in der Nähe des Menschen. Faktisch wohl Nie- denn man könnte sich immer davon schlauerweise fernhalten bis die Situation genau analysiert und geeignete Maßnahmen überlegt angewendet werden. Eine Dokumentationspflicht besteht im Übrigen grundsätzlich bei der Ausfürhung von Bekämpfungsmaßnahmen mit chemischen Mitteln aller Art. Das schreibt die Gefahrstoffverordnung vor. Mein Fazit: es gibt sicherlich viele kleine Einzelkämpfer die so denken wie ein wespenfreund, sie werden aber in der Branche in Sachen Geld verdienen dann immer das nachsehen haben. Wir müssen eine Generation Mensch (also die jetzigen Kinder) so erziehen, das Vorurteile keinen Platz mehr in den Köpfen haben, das Bekämpfungsmaßnehmen schon beim Kunden kritisch betrachtet und nicht mit einfachen Überedungen des Auftragnehmers zur Ausführung kommen können. Erst dann findet auch ein Umdenken in der Branche statt, weil auch Geld mit der Beratung verdient sein kann- wenn man es dem Kunden nur ehrlich und nachhaltig erklärt. Also die Kinder sind der Schlüssel. Keine Gestze oder TRNS Ausschüsse oder Diskussionen zwischen den Parteien. Gemeinsam ein Ziel. Im Übrigen muss noch gesagt sein, dass viele, auch ich anfangs dachte man muss alles und jedes Nest Umsiedeln oder ähnliches. Wirklich nachhaltig wird der Schutz aller Tiere erst im Erhalt der Lebensräume und der Aufrechterhaltung der Räuber-Beute Beziehungen.
Wer fragen hat www.hornissenberater.de der Kontakt steht jedem frei.
Meine Meinung- und die ist ja in Deutschland frei!!
Es grüßt mit dank an Peter und Frau Leistikow und Frau Dr. Melanie von Orlow- ich bin dabei beim Fortgeschrittenenseminar

Herr AHLBORN Jan-Erik (SBK)

Meine Meinung als Schädlingsbekämpfer

Hallo,
ich bin Schädlingsbekämpfer ( SB ) und zähle mich nicht zu den skrupellosen "Auftragskillern" die aus Profitgier alles töten, wie es uns SB so oft unterstellt wird. Außerdem habe ich auf der Eurocido in Dortmund den Vortrag von Frau Orlow angehört. Wie wohl zu erwarten, war haben sich einige Vertreter unsere Zunft zu Wort gemeldet.
Natürlich sind wir sachkundig und erfahren genug, um zu entscheiden wie Verfahren werden sollte und brauchen keine Kontrolle eines selbst ernannten Tierschützers. Das kann nur zu Spannungen führen.
Ich persönlich teile, wie sehr viele SB, die Meinung von Frau Orlow. Voraussetzung für eine gute Zusammenarbeit ist natürlich, das nicht nur sachkundige SB, sondern auch die Tierschützer kompetent sind.
Das Thema Umsiedlung ist eine wichtige Alternative für uns SB, denn wenn Sie dem Kunden nach der Beratung ( die von jedem SB immer durchgeführt wird ) sagen, dass sie das Nest nicht abtöten wollen, ist der Kunde u.U. unzufrieden und ruft einen anderen SB an, der die "Gefahren" die von einem Volk ausgeht anders einschätzt. Diese Kunden haben sie in Zukunft verloren. Leider ist der Markt umkämpft und jeder Kunde zählt.
Ich werde mich zum Thema Umsiedlung Schulen lassen, um das dort erlangte Wissen auch beruflich verwenden zu können und dem Kunden, der seine "bösen" Insekten unbedingt los sein will, auch eine erfolgversprechende Umsiedlung gegen Gebühr anbieten zu können. Bisher gibt es fast nur den Tot der Insekten. Wenn ich es ablehne, ruft der Kunde einen anderen SB, der das Nest abtötet.

Auf gute Zusammenarbeit !
Sönke Petersen tätig im Raum Flensburg / Rendsburg

SBK vs. Berater

Hallo nochmal,

ich begrüße den Kollegen Petersen. Er spricht mir und sicherlich vielen anderen aus der Seele.
Das Ziel ist eine ergänzende und partnerschaftliche Zusammenarbeit.
Hierzu würde aber unter anderem auch zählen, dass der Ehrenamtliche Berater oder der Hobbyschützer von geplagten Personen ebenso eine Spende oder eine Gebühr für die ganze Arbeit abverlangt. Nur so kommen wir aus der 0 € Konkurrenzsituation heraus und niemand muss auf den anderen neidisch sein. Denn wenn fachliches töten mit einem Zeitansatz von sagen wir mal 15 - 20 Min satte 80 - 180 Teuros (habe auch schon von knapp 300 € gehört) kosten soll, dann darf man für eine fachliche Beratung die prinzipiell ja das gleiche zum Ziel auch sein gutes Geld verlangen. Anderst werden die SBK Unternehmen nie zum Umdenken gebracht. Denn das primäre Ziel ist ja nicht ein Tier zu schützen sondern für eine Dienstleistung Geld zu verlangen. Diese muss dann eben effektiv und lukrativ sein.
Viel zu oft ruhen sich auch Betroffene Menschen auf dem kostenlosen Angebot aus. Das dem Schädlingsbekämpfer das stinkt ist ja normal. Trotzdem bleibe ich bei der Meinung dass nur wenige die Unterschiede erkennen oder wissen wollen. Sie stehen viel zu sehr unter Zeit und Auftragsdruck. Die Zusammenarbeit könnte auch so ablaufen. Ein berater wird gerufen, stellt fest, dass keine Hilfe zur Abhilfe gelistet werden kann und gibt dem Betroffenen eine Liste von SBK Unternehmen im Bereich die die Abtötung vornehmen könnten. Auch in meiner Arbeit stelle ich immer wieder fest, dass es Situationen gibt mit denen man nicht oder die man anderen nicht zumuten muss.
Schließt euch zusammen und zieht an einem Strang- hierfür muss eben auch mal der Kunde bezahlen.
Aber was kümmern wir uns ständig um das Geld. Frage wie können wir den Gesetzgeber auffordern auch andere bedrohte Wespenarten unter Schutz zu stellen. z.B. die Mittlere Wespe? Denkt mal darüber nach!!
Beste Grüße

Erik (Berater und SBK)
www.Hornissenberater.de