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Hymenoptera-Brief 12/2002

Hallo und Willkommen zur letzten Ausgabe des Hymenoptera-Briefes in diesem Jahr !
 
Weihnachten rückt näher und sicherlich sind die wenigsten jetzt mit Ihren Gedanken bei Hummeln, Bienen, Wespen & Co. - dabei bietet gerade der Winter die Gelegenheit, jetzt die Weichen für die nächste Saison zu stellen.
 
---------------- Inhalte 12/2002 -------------------------
- Winterpause ? Noch nicht überall...
- Tipps für die Winterpause
- Geschenke für Hymenopterologen
- Fernsehtipp !
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*************** Winterpause ? Noch nicht überall...*******************
Für die meisten Hymenopteren-Fans ist jetzt Winterpause - die Königinnen ruhen an versteckten Plätzen und warten auf Ihren Einsatz im nächsten Frühjahr. Scheinbar also sind Insekten kein Thema mehr. Und dennoch: Mehrere Hilferufe hallen durch Foren und Emaillisten: Täglich Hunderte Wespen im Zimmer, Gesumme in der Zwischendecke. Tatsächlich also ist noch längst nicht überall Schluss mit der Wespensaison.
Einige große Nester haben den milden November überstanden und ihre Bewohner drängen mit aller Macht in die warme Stube. Der aktuelle Beitrag vom 26.November im Themenbereich "Wespen" unter http://www.hymenoptera.de/hymenoptera_foren.html zeigt, dass die Wespensaison für manche (leider) noch nicht vorbei ist.
 
*************** Tipps für die Winterpause*******************
Jetzt ist endlich die Gelegenheit für all die Dinge, die man den ganzen Sommer vor sich hergeschoben hat:
Reparaturen an Hummel- und Hornissennistkästen, Umbauten an Umsiedlungsgeräten oder aber das längst fällige Faltblatt (Vorbilder hierzu gibt es auch unter http://www.hymenoptera.de/faltblaetter.html).
Noch sollte man alte Hornissen. und Wespennester, die man nicht für die Präparation erhalten möchte, an ihrem Standort belassen. Die Nester sind wertvolle Überwinterungsquartiere für andere Insekten, darunter geschätzte "Gartennützlinge" wie den bekannten Blattlausvertilger, den "Ohrenkneifer" (dessen häufigste Art auch auf Forficula auricularia hört).
Anders sieht es dahingegen an Nestlagen aus, an denen eine Wiederbesiedlung grundsätzlich nicht erwünscht ist und die nicht einfach am Saisonbeginn verschlossen werden können.
Nistkästen z.B. die man wieder für die Meisen zurückerobert werden sollen, sollten besonders gründlich gereinigt werden. Ein längeres Einweichen in Seifenwasser und ausgiebiges Auslüften macht es hier meist erforderlich, das alte Nest frühzeitig zu entfernen. Gerade bei Vogelnistkästen ist inzwischen bekannt, dass manche Arten schon sehr frühzeitig nach neuen Nistplätzen Ausschau halten. So kann man jetzt schon Elstern an alten Nestern zupfen sehen und Gartenbesitzer wundern sich, wie interessiert schon die Meisen in die Nisthöhlen gucken.
Wem es aber grundsätzlich nicht so wichtig ist, wen er denn nun als Untermieter bekommt, kann und sollte sich noch Zeit mit der Reinigung lassen. Dieser muss und sollte die Reinigung dann auch nicht so akribisch vornehmen. Anfang März kann man das alte Nest einfach locker herausbrechen und Nestreste nur grob mit der Hand entfernen. Dann ist wieder Platz - entweder für ein Meisen- oder aber ein Wespennest.
 
Hummelfreunden sei ein Blick in ihre Kästen empfohlen - auch hier wird gerne empfohlen, das alte Nistmaterial den Winter über der Natur zur Verfügung zu stellen. Doch nicht immer ist das ratsam - in manchen Kästen kann sich Feuchtigkeit sammeln und unangenehme Schimmelbildung setzt ein. Angesichts des derzeitig noch recht milden Wetters sollte man so also prüfen und sicherstellen, dass der Kasten nicht leidet. Auch von Wachsmotten befallene Kästen sollten vor dem Winter gereinigt und das Nestmaterial vernichtet werden.
Das Reinigen der Kästen muss auch hier nicht besonders akribisch erfolgen. Das Entfernen der Kartons samt Füllung und Auswischen der Kästen genügt in den meisten Fällen. Nur bei starkem Wachsmottenbefall muss darauf geachtet werden, ob sich in Spalten und Ecken des Kastens noch Kokons befinden.
 
Jetzt ist auch Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen - schauen Sie doch mal unter http://www.hymenoptera.de/abfrage.html wer denn noch in Ihrer Gegend Umsiedlungen durchführt: jetzt ist Gelegenheit und Zeit zu einem Anruf.
Dabei auch gleich die Bitte: Falls Sie selber Personen kennen, die zu diesen Insekten beraten oder sie umsiedeln - sprechen Sie sie doch ab, ob sie schon in der Hymenopterendienstdatenbank bei www.hymenoptera.de gelistet sind. Denn nur so können wir uns finden, austauschen und uns gemeinsam für diese Tiere einsetzen !
 
*************** Geschenke für Hymenopterologen*******************
Weihnachtszeit heißt auch Geschenke-Zeit und wer ein Geschenk für Hymenopterologen sucht, ist oft verzweifelt - was soll man denn dazu schenken ?
Dabei gibt es doch einige Ideen - unter http://www.hymenoptera.de/linksliteratur.html finden Sie spezielle Literatur zu diesem Thema.
Für Berater und Umsiedler gibt es unter http://www.hymenoptera.de/hymenopterendienstliteratur.html eine kleine Sammlung. Darunter auch - gerade rechtzeitig zum Fest - eine Neuerscheinung:
 
"Der Schutz der heimischen sozialen Faltenwespen und verwandter Arten" von Johannes Minolts.
 
Lesen Sie dazu unsere Meinung und Bezugsmöglichkeiten unter http://www.hymenoptera.de/rezension5.html
 
Neben Büchern gibt es aber auch Dinge zum Anschauen: Ob im Übertragenen wie eine "Hummel"-Figur für den Hummelfreund oder im Wortwörtlichen wie ein Besuch bei der "Grünen Woche" in Berlin, bei der es im Januar 2003 auch eine Präsentation von www.hymenoptera.de/ Freie Universität Berlin geben wird (mehr zu der Messe unter http://www.gruenewoche.de)
 
*************** Fernsehtipp ! *******************
Ein Tipp noch zum Wochenende:
Am Sonntag, dem 1.12. findet um 13:15 im ZDF die Preisverleihung des Umweltpreises "MUNA" statt. Eingeladen wurde auch Dieter Kosmeier des Münsteraner Hornissenschutznetzwerkes.
Das Besondere: Sie als Zuschauer können live mittels TED mithelfen, dass die Hornissen gewinnen.
 
Daher: schalten Sie und ein und machen Sie mit - damit die Hornissen mal ganz an erster Stelle stehen !
 
Eine schöne Weihnachtszeit und alles Gute zum Fest
wünscht
Ihr Webmaster
Melanie von Orlow
 
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Der Hymenoptera-Brief wird von www.hymenoptera.de herausgegeben und erscheint in unregelmäßigen Abständen, etwa 1x pro Monat.
V.i.S.d.P.: Dipl.-biol. Melanie von Orlow.
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